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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Die Position des Alpenvereins zum Thema  Mountainbiken auf Forststraßen Headerbild
28.10.2015 / 1855 Tage alt
Eingestellt von: upmove
[Legal Biken]  "Die Wogen gehen hoch! Heftigste Diskussionen werden geführt, Freundschaften gekündigt – die Rede ist sogar vom „Abwehrkampf“! Die Rhetorik erinnert teilweise an längst vergangene Zeiten! Und gehen tut es dabei ums Radlfahren!?" So leitet DI Peter Kapelari (stv. Generalsekretär, Leiter der Abteilung "Hütten, Wege und Kartographie", Leiter "Bergwaldprojekt", des ÖAV) eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Thema in den Nachrichten des Alpenverein Graz, Ausgabe 3/2015, ein.
In diesem sehr schlüssigen und entschieden formulierten Artikel stellt der Autor klar, dass die Forderung nach freiem Radfahren auf Forststraßen längst überfällig ist. Peter Kapelari zeigt auch kein Verständnis für die Rhetorik auf Seite der sich der Forderung widersetzenden Grundeigentümer, die er unter "Unsachlichkeit und Untergriffigkeit" einordnet.

Was mit dieser "Unsachlichkeit und Untergriffigkeit" gemeint ist, kann man den Veröffentlichungen der "Land&Forst Betriebe Österreich", kurz "Land&Forst" entnehmen. Land&Forst ist der Interessensvertreter des Großgrunbesitzes in Österreich. Er hat ca 640 Mitglieder, es gibt eine enge Kooperation mit den Österreichischen Bundesforsten. Der Präsident, DI Felix Montecuccoli, spricht somit für die halbe österreichische Waldfläche(!).

Neben einer
sehr deftigen Pressaussendung, richtete der Geschäftsführer von Land & Forst, DI Bernhard Budil, am 18. Juni 2015, ein Mail an alle Mitglieder, mit folgenden Passagen (Hervorhebung von uns):
Vor dem Hintergrund der Gesamtdiskussion ersuchen wir daher nun alle Betriebe dringend, ein klares Signal an ihre zuständigen AV-Sektionen und Landesverbände zu setzen. Nur eine deutlich wahrnehmbare Reaktion wird unsere Mitglieder hier auch für die Zukunft als Eigentümer glaubwürdig machen.
Prüfen Sie daher bitte ihre (vertraglichen) Verhältnisse mit dem Alpenverein, und nehmen Sie diesen für eine weitere Zusammenarbeit in die Pflicht bzw. stellen Sie ihm „die Rute ins Fenster“. Neben den rechtlich fix verankerten Beziehungen (Wege, Hütten, Klettergarten, …) gibt es nämlich zumeist auch eine Reihe von bilateralen Verbindungen (Neue Wegumleitungen, Hüttenpacht, Kooperationsprojekte, Veränderung von Wegen, Skiroutenvereinbarungen, …).


Dieses Mail gibt einen interessanten Einblick in das Selbstverständnis von "Land & Forst" und seiner Mitglieder. Wir haben gehört, dass - besonders in der Steiermark - diesem Aufruf nachgegangen wurde!

Erhellend in diesem Zusammenhang ist ein weiterer Artikel von Peter Kapelari im Alpenvereinsmagazin Magazin "Bergauf 3/2015" (auch Juni 2015). Dort geht es um das vom Alpenverein betreute Wegenetz. Neben vielen Informationen zum "Kulturgut Weg", beleuchtet er auch die Gefahren für diese von uns oft als selbstverständlich wahrgenommene Infrastruktur. Dieses sind neben Sperren und Zerstörung auch rechtlicher Art (Hervorhebung von uns):
"Eine weitere Gefahr für den Fortbestand alter Wanderwege besteht darin, dass öffentliche oder längst ersessene Wegerechte durch Nutzungsverträge "sauber geregelt" werden. Hier wird der Alpenverein nicht müde, Sektionen und andere Wegehalter zu warnen: Ein Vertrag ersetzt das ersessene Recht - und er ist kündbar! Wo Wegerechte durch die über 30-jährige (bei Gebeitskörperschaften öffentlichen Rechts 40-jährige) Nutzung ersessen sind, braucht es keinen Vertrag!"

Vor diesem Hintergrund, wollen wir auch an die zuletzt von den Österreichischen Bundesforsten im Salzkammergut geforderte "Vertragliche Regelung von Wanderwegen gegen Gebühr" erinnern. Diese konnte erst nach öffentlichem Aufschrei abgewehrt werden.

Die Gangart der Grundbesitzer zeigt, dass sie bereit sind die Erholungssuchenden, egal ob sie zu Fuss oder mit einem Sportgerät unterwegs sind, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auszusperren.

Auch die Wanderer (und Schitourengeher) können durch solche "vertragliche Lösungen" ihrer Bewegungsfreiheit beraubt werden! Das freie Betretungsrecht des Waldes ist wichtig, doch wenn der Weg einmal aufgelassen ist, wird der Besuch der Natur mühsam.

Darauf, dass Verträge für die Mountainbiker keine Lösung sind, haben wir ja schon oft genug hingewiesen. Nur ein gesetzlich garantiertes Recht zum Radfahren auf Forststraßen und geeigneten Wegen wird die nötige Bewegungsfreiheit für alle Erholungssuchenden bringen.
Diese Konfrontation zwischen Alpenverein und Grunbesitzer bekräftigt aber aufs Neue, nur der Verfassungsrang für den freien Zugang zur Natur würde ein Gegengewicht zur missbräuchlichen Verwendung von Eigentum bilden!

Unsere Nachbarn machen es uns vor, wie es geht:
Bayerische Verfassung
Artikel 141 Denkmalschutz; Naturschutz; Freier Zugang zu Naturschönheiten
...
(3) Der Genuss der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet. Dabei ist jedermann verpflichtet, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen. Staat und Gemeinden sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen und Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechtes freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen.



Quellen:
Presseaussendung Alpenverein 19. Juli 2015: Alpenverein fordert die Öffnung von Forststraßen für Mountainbiker
Presseaussendung Land & Forst, 19. Juli 2015: Österreichischer Alpenverein auf Abwegen, Radfahrer künftig bei jedem Gipfelkreuz?
Bergauf 3/2015, Siehe Editorial, sowie Hütten und Wege
Alpenverein Graz, Nachrichten 3/2015
DI Felix Montecuccoli, Präsident von Land&Forst stellt auf Youtube seine Organisation vor
Bayrische Verfassung
 Mail von "Land und Forst" an seine Mitglieder "stellen sie dem Alpenverein die Rute ins Fenster"
 Alpenverein Graz, Nachrichten 3/2015, Seite 10/11 "Thema Mountainbiking"
Die Position des Alpenvereins zum Thema Mountainbiken auf Forststraßen Rubrik , Autor: upmove Aktuell News über Die Position des Alpenvereins zum Thema Mountainbiken auf Forststraßen, , Autor: upmove Du suchst Informationen über Die Position des Alpenvereins zum Thema Mountainbiken auf Forststraßen dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! "Die Wogen gehen hoch! Heftigste Diskussionen werden geführt, Freundschaften gekündigt – die Rede ist sogar vom „Abwehrkampf“! Die Rhetorik erinnert teilweise an längst vergangene Zeiten! Und gehen tut es dabei ums Radlfahren!?" So leitet DI Peter Kapelari (stv. Generalsekretär, Leiter der Abteilung "Hütten, Wege und Kartographie", Leiter "Bergwaldprojekt", des ÖAV) eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Thema in den Nachrichten des Alpenverein Graz, Ausgabe 3/2015, ein. Legal Biken Magazin: Die Position des Alpenvereins zum Thema Mountainbiken auf Forststraßen
In diesem sehr schlüssigen und entschieden formulierten Artikel stellt der Autor klar, dass die Forderung nach freiem Radfahren auf Forststraßen längst überfällig ist. Peter Kapelari zeigt auch kein Verständnis für die Rhetorik auf Seite der sich der Forderung widersetzenden Grundeigentümer, die er unter "Unsachlichkeit und Untergriffigkeit" einordnet. Was mit dieser "Unsachlichkeit und Untergriffigkeit" gemeint ist, kann man den Veröffentlichungen der "Land&Forst Betriebe Österreich", kurz "Land&Forst" entnehmen. Land&Forst ist der Interessensvertreter des Großgrunbesitzes in Österreich. Er hat ca 640 Mitglieder, es gibt eine enge Kooperation mit den Österreichischen Bundesforsten. Der Präsident, DI Felix Montecuccoli, spricht somit für die halbe österreichische Waldfläche(!). Neben einer sehr deftigen Pressaussendung, richtete der Geschäftsführer von Land & Forst, DI Bernhard Budil, am 18. Juni 2015, ein Mail an alle Mitglieder, mit folgenden Passagen (Hervorhebung von uns): Vor dem Hintergrund der Gesamtdiskussion ersuchen wir daher nun alle Betriebe dringend, ein klares Signal an ihre zuständigen AV-Sektionen und Landesverbände zu setzen. Nur eine deutlich wahrnehmbare Reaktion wird unsere Mitglieder hier auch für die Zukunft als Eigentümer glaubwürdig machen. Prüfen Sie daher bitte ihre (vertraglichen) Verhältnisse mit dem Alpenverein, und nehmen Sie diesen für eine weitere Zusammenarbeit in die Pflicht bzw. stellen Sie ihm „die Rute ins Fenster“. Neben den rechtlich fix verankerten Beziehungen (Wege, Hütten, Klettergarten, …) gibt es nämlich zumeist auch eine Reihe von bilateralen Verbindungen (Neue Wegumleitungen, Hüttenpacht, Kooperationsprojekte, Veränderung von Wegen, Skiroutenvereinbarungen, …). Dieses Mail gibt einen interessanten Einblick in das Selbstverständnis von "Land & Forst" und seiner Mitglieder. Wir haben gehört, dass - besonders in der Steiermark - diesem Aufruf nachgegangen wurde! Erhellend in diesem Zusammenhang ist ein weiterer Artikel von Peter Kapelari im Alpenvereinsmagazin Magazin "Bergauf 3/2015" (auch Juni 2015). Dort geht es um das vom Alpenverein betreute Wegenetz. Neben vielen Informationen zum "Kulturgut Weg", beleuchtet er auch die Gefahren für diese von uns oft als selbstverständlich wahrgenommene Infrastruktur. Dieses sind neben Sperren und Zerstörung auch rechtlicher Art (Hervorhebung von uns): "Eine weitere Gefahr für den Fortbestand alter Wanderwege besteht darin, dass öffentliche oder längst ersessene Wegerechte durch Nutzungsverträge "sauber geregelt" werden. Hier wird der Alpenverein nicht müde, Sektionen und andere Wegehalter zu warnen: Ein Vertrag ersetzt das ersessene Recht - und er ist kündbar! Wo Wegerechte durch die über 30-jährige (bei Gebeitskörperschaften öffentlichen Rechts 40-jährige) Nutzung ersessen sind, braucht es keinen Vertrag!" Vor diesem Hintergrund, wollen wir auch an die zuletzt von den Österreichischen Bundesforsten im Salzkammergut geforderte "Vertragliche Regelung von Wanderwegen gegen Gebühr" erinnern. Diese konnte erst nach öffentlichem Aufschrei abgewehrt werden. Die Gangart der Grundbesitzer zeigt, dass sie bereit sind die Erholungssuchenden, egal ob sie zu Fuss oder mit einem Sportgerät unterwegs sind, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auszusperren. Auch die Wanderer (und Schitourengeher) können durch solche "vertragliche Lösungen" ihrer Bewegungsfreiheit beraubt werden! Das freie Betretungsrecht des Waldes ist wichtig, doch wenn der Weg einmal aufgelassen ist, wird der Besuch der Natur mühsam. Darauf, dass Verträge für die Mountainbiker keine Lösung sind, haben wir ja schon oft genug hingewiesen. Nur ein gesetzlich garantiertes Recht zum Radfahren auf Forststraßen und geeigneten Wegen wird die nötige Bewegungsfreiheit für alle Erholungssuchenden bringen. Diese Konfrontation zwischen Alpenverein und Grunbesitzer bekräftigt aber aufs Neue, nur der Verfassungsrang für den freien Zugang zur Natur würde ein Gegengewicht zur missbräuchlichen Verwendung von Eigentum bilden! Unsere Nachbarn machen es uns vor, wie es geht: Bayerische Verfassung Artikel 141 Denkmalschutz; Naturschutz; Freier Zugang zu Naturschönheiten ... (3) Der Genuss der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet. Dabei ist jedermann verpflichtet, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen. Staat und Gemeinden sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen und Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechtes freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen.
Quellen: Presseaussendung Alpenverein 19. Juli 2015: Alpenverein fordert die Öffnung von Forststraßen für Mountainbiker Presseaussendung Land & Forst, 19. Juli 2015: Österreichischer Alpenverein auf Abwegen, Radfahrer künftig bei jedem Gipfelkreuz? Bergauf 3/2015, Siehe Editorial, sowie Hütten und Wege Alpenverein Graz, Nachrichten 3/2015 DI Felix Montecuccoli, Präsident von Land&Forst stellt auf Youtube seine Organisation vor Bayrische Verfassung
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