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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Fachenquete zum Walddialog  „Sport and Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt Headerbild
01.10.2015 / 1819 Tage alt
Eingestellt von: steiggeist
[Legal Biken]  Gestern fand ja im Rahmen des Walddialoges die 2. Fachenquete (nach 2010) zum Thema "Sport & Freizeit in Wald & Natur: Konfliktfelder und Lösungsmodelle“ im Schloss Esterhazy statt.
Abgesehen von BMLFUW, waren Jagd, Land&Fost Betriebe (Großgrundeigentümervertrtung), Landwirtschaftskammer, Forst UND als VertreterInnen der Erholungssuchenden Franz Kassel (Präsident VAVÖ), Liliana Dagostin (AV), von den Naturfreunden Richard Gartner (GF Burgenland), Peter Gebetsberger und Regina Hrbek (von der NFÖ-Bundesorganisation), Alexadner Arpaci von den WinerWaldTrails, Repräsentanten des Pferdesport und Edgar Atzmanstorfer (AK Salzburg) dabei. Für upmove war Andreas Pfaffenbichler im geschehen.

Die Einladung zu dieser Enquete war sehr kurzfristig.
Es lag daher auf der Hand, dass dies irgendetwas mit dem momentanen „Konflikt“ Radfahren auf Forststraßen zu tun haben muss. Da die Einladung aber sehr allgemein gehalten wurde konnte man nicht ganz einschätzen, woran WIR sein werden. Aber spätestens während der Begrüßungsworte von DI Mannsberger (Sektionsleiter Forstwirtschaft im Lebensministerium) war alles klar. Er hat es gleich als „Aufhänger“ in den ersten 5 Minuten angesprochen.

Es wurde zwar viel diskutiert, aber im Prinzip hat sich kein Lösungsweg geöffnet und es wurde „gemauert“. Die einzige Lösung für die Forst/Jagd/Grundstücksbesitzer ist eine vertragliche Lösung. Das ist eh nichts Neues, aber wir wurden gestern wieder sehr massiv daran erinnert.

Franz Kassel brachte klar die Statements der "Chefs" der großen Alpinvereine vor:
Dr. Andreas Ermacora, Präsident des Österreichischen Alpenvereins:
"Nach fast zweijärigen Diskussionsprozess hat sich der Bundesausschuss des Österreichischen Alpenvereins(ÖAV) im Juni 2015 für die generelle Öffnung der Forststraßen ausgesprochen. Die Öffnung von ausgewählten Wegen im Wald und über der Waldgrenze sollen aufgrund der Sensibilität des Raumes alle Lebensraumpartner mittragen können. Querfeldeinfahrten werden aus wildökologischen Gründen strikt abgelehnt. Straßen im Wald wurden als forstliche Bringungsanlagen auf den schweren Holztransport ausgerichtet und sind daher - bei gegenseitigem Verständnis und Respekt - für den ÖAV prädestiniert,um umweltbewegten Bergsportlern auf zwei Rädern eine naturverträgliche Betätigung auf bestehenden Infrastrukturanlagen zu ermöglichen."

Mag. Andreas Schieder, Bundesobmann der Naturfreunde Österreich:
"Ich bin für eine generelle Öffnung der Forststraßen. Ich begründe das damit, dass Bewegung in der freien Natur ein wichtiges gesellschaftliches und soziales Anliegen ist. Radfahren ist eine gesundheitsfördernde Ausdauersportart, mit der man sich naturnahe und ökologisch fortbewegt. RadfahrerInnen sind genauso Erholungssuchende wie SpaziergängerInnen, Nordic-WalkerInnen, LäuferInnen, Wanderer und Wanderinnen, Kletterer und Kletterinnen, SchwammerlsucherInnen und SkitourengeherInnen. Neben Jägerinnen und Jägern, Försterinnen und Förstern, Wandernden, WaldarbeiterInnenn und den dazugehörigen schweren Holzbringungsfahrzeugen stören zusätzliche RadfahrerInnen weder das Wild noch andere Nutzergruppen. Ziel der Naturfreunde ist es, eine klare, zeitgemäße gesetzliche Regelung für das Radfahren auf Forststraßen und eine vernünftige Besucherlenkung im Wald zu erwirken, welche auch eine ausgewogene und gerechte Haftungsregelung vorsieht, die keine Nachteile für WaldeigentümerInnen bzw. ForststraßenhalterInnen mit sich bringt."


Edgar Atzmanstorfer von der Arbeiterkammer meinte, dass das Recht auf Erholung in freier Natur wie in Bayern in den Verfassungsrang gehoben werden sollte.

Andreas Pfaffenbichler betonte, "Niemand empfindet ein Unrechtbewußtsein wenn er auf einer Forststraße oder einem Weg unter Einhaltung der geboten Vorsicht mit dem Fahrrad fährt". Auch erklärte er, dass die immer wieder angeführte Zahl von 27.000km "auf vertraglicher Basis zur Verfügung gestellten Mountainbikestrecken" hauptsächlich auf ohnehin für den öffentlichen Verkehr freien, oftmals sogar asphaltierten Straßen, verlaufen.

Das LW Ministerium hat nun endgültig erkannt, dass in der Frage "Radfahren auf Forststraßen" eine große gesellschaftliche Spannung steckt.
Falls man in sich in der gestrigen Veranstaltung eine Lösungsansatz zur Überwindung des Konflikts oder eine Annäherung der Positionen versprochen hat, so hat sich diese Hoffnung wahrscheinlich nicht erfüllt.
Fachenquete zum Walddialog „Sport&Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt Rubrik , Autor: steiggeist Aktuell News über Fachenquete zum Walddialog „Sport&Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt, , Autor: steiggeist Du suchst Informationen über Fachenquete zum Walddialog „Sport&Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Gestern fand ja im Rahmen des Walddialoges die 2. Fachenquete (nach 2010) zum Thema "Sport & Freizeit in Wald & Natur: Konfliktfelder und Lösungsmodelle“ im Schloss Esterhazy statt. Legal Biken Magazin: Fachenquete zum Walddialog „Sport&Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt
Abgesehen von BMLFUW, waren Jagd, Land&Fost Betriebe (Großgrundeigentümervertrtung), Landwirtschaftskammer, Forst UND als VertreterInnen der Erholungssuchenden Franz Kassel (Präsident VAVÖ), Liliana Dagostin (AV), von den Naturfreunden Richard Gartner (GF Burgenland), Peter Gebetsberger und Regina Hrbek (von der NFÖ-Bundesorganisation), Alexadner Arpaci von den WinerWaldTrails, Repräsentanten des Pferdesport und Edgar Atzmanstorfer (AK Salzburg) dabei. Für upmove war Andreas Pfaffenbichler im geschehen. Die Einladung zu dieser Enquete war sehr kurzfristig. Es lag daher auf der Hand, dass dies irgendetwas mit dem momentanen „Konflikt“ Radfahren auf Forststraßen zu tun haben muss. Da die Einladung aber sehr allgemein gehalten wurde konnte man nicht ganz einschätzen, woran WIR sein werden. Aber spätestens während der Begrüßungsworte von DI Mannsberger (Sektionsleiter Forstwirtschaft im Lebensministerium) war alles klar. Er hat es gleich als „Aufhänger“ in den ersten 5 Minuten angesprochen. Es wurde zwar viel diskutiert, aber im Prinzip hat sich kein Lösungsweg geöffnet und es wurde „gemauert“. Die einzige Lösung für die Forst/Jagd/Grundstücksbesitzer ist eine vertragliche Lösung. Das ist eh nichts Neues, aber wir wurden gestern wieder sehr massiv daran erinnert. Franz Kassel brachte klar die Statements der "Chefs" der großen Alpinvereine vor: Dr. Andreas Ermacora, Präsident des Österreichischen Alpenvereins: "Nach fast zweijärigen Diskussionsprozess hat sich der Bundesausschuss des Österreichischen Alpenvereins(ÖAV) im Juni 2015 für die generelle Öffnung der Forststraßen ausgesprochen. Die Öffnung von ausgewählten Wegen im Wald und über der Waldgrenze sollen aufgrund der Sensibilität des Raumes alle Lebensraumpartner mittragen können. Querfeldeinfahrten werden aus wildökologischen Gründen strikt abgelehnt. Straßen im Wald wurden als forstliche Bringungsanlagen auf den schweren Holztransport ausgerichtet und sind daher - bei gegenseitigem Verständnis und Respekt - für den ÖAV prädestiniert,um umweltbewegten Bergsportlern auf zwei Rädern eine naturverträgliche Betätigung auf bestehenden Infrastrukturanlagen zu ermöglichen." Mag. Andreas Schieder, Bundesobmann der Naturfreunde Österreich: "Ich bin für eine generelle Öffnung der Forststraßen. Ich begründe das damit, dass Bewegung in der freien Natur ein wichtiges gesellschaftliches und soziales Anliegen ist. Radfahren ist eine gesundheitsfördernde Ausdauersportart, mit der man sich naturnahe und ökologisch fortbewegt. RadfahrerInnen sind genauso Erholungssuchende wie SpaziergängerInnen, Nordic-WalkerInnen, LäuferInnen, Wanderer und Wanderinnen, Kletterer und Kletterinnen, SchwammerlsucherInnen und SkitourengeherInnen. Neben Jägerinnen und Jägern, Försterinnen und Förstern, Wandernden, WaldarbeiterInnenn und den dazugehörigen schweren Holzbringungsfahrzeugen stören zusätzliche RadfahrerInnen weder das Wild noch andere Nutzergruppen. Ziel der Naturfreunde ist es, eine klare, zeitgemäße gesetzliche Regelung für das Radfahren auf Forststraßen und eine vernünftige Besucherlenkung im Wald zu erwirken, welche auch eine ausgewogene und gerechte Haftungsregelung vorsieht, die keine Nachteile für WaldeigentümerInnen bzw. ForststraßenhalterInnen mit sich bringt." Edgar Atzmanstorfer von der Arbeiterkammer meinte, dass das Recht auf Erholung in freier Natur wie in Bayern in den Verfassungsrang gehoben werden sollte. Andreas Pfaffenbichler betonte, "Niemand empfindet ein Unrechtbewußtsein wenn er auf einer Forststraße oder einem Weg unter Einhaltung der geboten Vorsicht mit dem Fahrrad fährt". Auch erklärte er, dass die immer wieder angeführte Zahl von 27.000km "auf vertraglicher Basis zur Verfügung gestellten Mountainbikestrecken" hauptsächlich auf ohnehin für den öffentlichen Verkehr freien, oftmals sogar asphaltierten Straßen, verlaufen. Das LW Ministerium hat nun endgültig erkannt, dass in der Frage "Radfahren auf Forststraßen" eine große gesellschaftliche Spannung steckt. Falls man in sich in der gestrigen Veranstaltung eine Lösungsansatz zur Überwindung des Konflikts oder eine Annäherung der Positionen versprochen hat, so hat sich diese Hoffnung wahrscheinlich nicht erfüllt.
https://www.upmove-mtb.eu/uploads/blog_bild/1_small_1_245734371190591298_12036809_10206290593802091_2052807086388583518_n.jpg" alt="kleinbild: Fachenquete zum Walddialog „Sport and Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt Headerbild grossbild: Fachenquete zum Walddialog  „Sport and Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt Headerbildkleinbild: Fachenquete zum Walddialog  „Sport and Freizeit in Wald und Natur“ am 30.9.2015 in Eisenstadt Headerbild
Kommentare
  • Userbild - Rauf & Runter

    Rauf & Runter:

    In Österreich sind wir zwar noch im Mittelalter aber die Zeit der Aufklärung wird irgendwann auch das Mountainbiken erfassen.

    Nicht lockerlassen! Vielen Dank für das Engagement!

    Gefällt mir · Gefällt 2 Personen · Kommentieren · 01.10.2015 / 1819 Tage alt

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