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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

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07.03.2013 / 2763 Tage alt
Eingestellt von: upmove
[Legal Biken]  Bitte mehr Mountainbiking – ein Förster engagiert sich für das Radfahren in Österreichs Wäldern.
Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner Pubertierenden-Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. Upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.


Förster fordert Waldöffnung

Trotz zahlreicher emotionaler Mountainbike-Diskussionen in Wien dauerte es bis 2007, ehe der gelernte Förster Gerald Simon eine Bürgerinitiative zur „Generellen Öffnung des bundesweiten Forst- und Güterwegenetzes zum Zwecke der Sportausübung mit dem Mountainbike“ an den Nationalrat herantrat. Ungeachtet enormer Widerstände und persönlicher Anfeindungen – auch durch Berufskollegen – schaffte es Gerald Simon quasi im Alleingang mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln. Neben zahlreichen Argumenten, führte die Bürgerinitiative vor allem an, dass die derzeitige Situation den Nutzungsdruck nur punktuell und unzureichend löse und eine generelle Öffnung des Forstwegenetzes notwendig mache. In einem möglichst kompletten Ansatz wurde versucht alle Problemstellungen der Vergangenheit (wie Haftungsfrage, Kennzeichnungspflicht, etc) in einem Aufwasch zu lösen und neben dem Forstgesetz auch das ABGB und die StVO zu adaptieren.
Die Antwort auf die Bürgerinitiative folgte wenige Monate später aus dem Lebensministerium. In der Stellungnahme ignorierte das Ministerium viele Argumente die im Anliegen der Bürgerinitiative vorgebracht wurden. Das Betreten zu Erholungszwecken des Waldes wurde Radfahrern abgesprochen und bei der Haftungsfrage nicht von einer Änderung des ABGB, sondern vom Status Quo ausgegangen. Es erging die Empfehlung an den Nationalrat, das Anliegen abzulehnen. Was jedoch ausblieb. Denn die Beratung wurde am 28. Mai 2008 vertagt und seitdem nicht mehr behandelt.

Stillstand zermürbt

Was wurde aus der Bürgerinitiative? Eine Anfrage 2009 an das Lebensministerium ergab, dass das Ministerium keine weiteren Gespräche mit Gerald Simon führte. Der Initiator kontaktierte darauf hin SP-Sportsprecher Hermann Krist, der – um die aktuelle Stimmungslage abzuklären – Stellungnahmen aller Vertreter von Waldnutzern einholte. Ernüchterndes Ergebnis: von Bundesforsten und Landesjagdverbänden zu Naturfreunden und Alpenverein war die Hoffnung auf eine baldige Einigung skeptisch bis düster (http://www.hermannkrist.at/images/pdfs/2010/MountainbikenChronologie.pdf). Selbst die früher so radikalen Naturfreunde schienen durch den zermürbenden Stillstand an Dynamik verloren zu haben und nicht mehr recht an eine generelle Öffnung zu glauben.

Bitte mehr Mountainbiking

Wie sehr die Wegefreiheit für Mountainbiker jedoch erwünscht wäre, zeigte ein Entschließungsantrag im Jahr 2008 den – entgegen der Parteilinie – die FPÖ Osttirol in den Nationalrat einbrachte: Im Tourismuspaket (http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIII/A/A_00591/index.shtml) wurde auf die prekäre touristische Situation in Osttirol hingewiesen und – in Bezug auf das Mountainbike als Wirtschaftsfaktor – eine Gesetzesänderung zur „verstärkten Nutzung von Forst- und Güterwegen für das Fahrrad“ gefordert.

Günther Kräuter, heute Bundesgeschäftsführer der SPÖ und im Nationalrat einer der aktivsten Verfechter für die Gleichstellung der Mountainbiker, war bereits im Jahr 2000 überzeugt, dass es zu einer Öffnung des Waldes kommen muss: „Der Druck wird so groß werden, das lassen sich die Leute nicht mehr gefallen“ (Mountainbike Revue 01/2001, S. 44). Wir sind überzeugt davon, dass er Recht behält und sind guter Dinge, dass wir mit allen upmove Unterstützern endlich eine faire Situation für Mountainbiker in Österreich schaffen können!


Der Inhalt dieses Artikels basiert großteils auf Mario Offenhubers „Wegefreiheit im Wald II – Historische Entwicklung in Österreich“, 2003.
Historische Entwicklung Teil 4 zur Serie Wegefreiheit! Rubrik , Autor: upmove Aktuell News über Historische Entwicklung Teil 4 zur Serie Wegefreiheit!, , Autor: upmove Du suchst Informationen über Historische Entwicklung Teil 4 zur Serie Wegefreiheit! dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Bitte mehr Mountainbiking – ein Förster engagiert sich für das Radfahren in Österreichs Wäldern. Legal Biken Magazin: Historische Entwicklung Teil 4 zur Serie Wegefreiheit!
Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner Pubertierenden-Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. Upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln. Förster fordert Waldöffnung Trotz zahlreicher emotionaler Mountainbike-Diskussionen in Wien dauerte es bis 2007, ehe der gelernte Förster Gerald Simon eine Bürgerinitiative zur „Generellen Öffnung des bundesweiten Forst- und Güterwegenetzes zum Zwecke der Sportausübung mit dem Mountainbike“ an den Nationalrat herantrat. Ungeachtet enormer Widerstände und persönlicher Anfeindungen – auch durch Berufskollegen – schaffte es Gerald Simon quasi im Alleingang mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln. Neben zahlreichen Argumenten, führte die Bürgerinitiative vor allem an, dass die derzeitige Situation den Nutzungsdruck nur punktuell und unzureichend löse und eine generelle Öffnung des Forstwegenetzes notwendig mache. In einem möglichst kompletten Ansatz wurde versucht alle Problemstellungen der Vergangenheit (wie Haftungsfrage, Kennzeichnungspflicht, etc) in einem Aufwasch zu lösen und neben dem Forstgesetz auch das ABGB und die StVO zu adaptieren. Die Antwort auf die Bürgerinitiative folgte wenige Monate später aus dem Lebensministerium. In der Stellungnahme ignorierte das Ministerium viele Argumente die im Anliegen der Bürgerinitiative vorgebracht wurden. Das Betreten zu Erholungszwecken des Waldes wurde Radfahrern abgesprochen und bei der Haftungsfrage nicht von einer Änderung des ABGB, sondern vom Status Quo ausgegangen. Es erging die Empfehlung an den Nationalrat, das Anliegen abzulehnen. Was jedoch ausblieb. Denn die Beratung wurde am 28. Mai 2008 vertagt und seitdem nicht mehr behandelt. Stillstand zermürbt Was wurde aus der Bürgerinitiative? Eine Anfrage 2009 an das Lebensministerium ergab, dass das Ministerium keine weiteren Gespräche mit Gerald Simon führte. Der Initiator kontaktierte darauf hin SP-Sportsprecher Hermann Krist, der – um die aktuelle Stimmungslage abzuklären – Stellungnahmen aller Vertreter von Waldnutzern einholte. Ernüchterndes Ergebnis: von Bundesforsten und Landesjagdverbänden zu Naturfreunden und Alpenverein war die Hoffnung auf eine baldige Einigung skeptisch bis düster (http://www.hermannkrist.at/images/pdfs/2010/MountainbikenChronologie.pdf). Selbst die früher so radikalen Naturfreunde schienen durch den zermürbenden Stillstand an Dynamik verloren zu haben und nicht mehr recht an eine generelle Öffnung zu glauben. Bitte mehr Mountainbiking Wie sehr die Wegefreiheit für Mountainbiker jedoch erwünscht wäre, zeigte ein Entschließungsantrag im Jahr 2008 den – entgegen der Parteilinie – die FPÖ Osttirol in den Nationalrat einbrachte: Im Tourismuspaket (http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIII/A/A_00591/index.shtml) wurde auf die prekäre touristische Situation in Osttirol hingewiesen und – in Bezug auf das Mountainbike als Wirtschaftsfaktor – eine Gesetzesänderung zur „verstärkten Nutzung von Forst- und Güterwegen für das Fahrrad“ gefordert. Günther Kräuter, heute Bundesgeschäftsführer der SPÖ und im Nationalrat einer der aktivsten Verfechter für die Gleichstellung der Mountainbiker, war bereits im Jahr 2000 überzeugt, dass es zu einer Öffnung des Waldes kommen muss: „Der Druck wird so groß werden, das lassen sich die Leute nicht mehr gefallen“ (Mountainbike Revue 01/2001, S. 44). Wir sind überzeugt davon, dass er Recht behält und sind guter Dinge, dass wir mit allen upmove Unterstützern endlich eine faire Situation für Mountainbiker in Österreich schaffen können!
Der Inhalt dieses Artikels basiert großteils auf Mario Offenhubers „Wegefreiheit im Wald II – Historische Entwicklung in Österreich“, 2003.
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