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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft  Headerbild
10.09.2014 / 2268 Tage alt
Eingestellt von: steiggeist
[Legal Biken]  Fur einen Mountainbiker gibt es nichts schöneres, als eine kleine Runde planen, sich dann auf dem unbekannten Trail prüfen, den Alltag vergessen und mit der Welt wieder ins Reine kommen. Auf den ersten Blick scheint dieser kleinen Freude nicht viel im Weg zu stehen. Stimmt"s? Nicht, wenn man sich in Österreich oder Baden-Württemberg in Süddeutschland befindet. Für die meisten Biker ist das Fahren auf Wegen völlig selbstverständlich, hier ist es ohne Gesetze zu übertreten fast unmöglich.
Verbietet die diskriminierende "Zwei-Meter-Regel" in Baden-Württemberg per Gesetz das Mountainbiken auf Singletrails (jeden Weg schmaler als zwei Meter), hat Österreich die zweifelhafte Ehre, beim Wegerecht für Mountainbiker noch restriktiver zu sein. In großen Teilen Österreichs ist Mountainbikern nicht einmal die Fahrt auf Forststraßen gestattet, mit Ausnahme einiger touristischer Gebiete, wo die lokalen Tourismusverbände oder Gemeinden für den MTB Zugang bezahlen. Fahren auf Singletrails ist offiziell nur in einigen Bikeparks möglich. Das klingt verrückt, es ist aber die nackte Wahrheit.

In Baden-Württemberg reicht die Diskussion über den legislativen Teil der "Zwei-Meter-Regel" hinaus. Verteidiger des geltenden Rechts versuchen das Klischee der Mountainbiker als "Naturzerstörer" zu schüren. Die "Deutsche Initiative Mountain Bike DIMB" bemüht sich einerseits mit großen Aufwand das geltende Gesetz anzupassen, und andererseits kämpft sie mit Kampagnen gegen dieses falsche Klischee, um die Toleranz und Respekt zwischen den verschiedenen Parteien zu fördern.

Zurück zur österreichischen Situation, wo das Waldgesetz aus 1975 stammt, als es noch keine Mountainbikes gab. In den letzten 40 Jahren wurde das Gesetz nicht angepasst, weshalb der rechtliche Rahmen überholt ist und mit den aktuellen Bedürfnissen der Erholungssuchenden im Jahr 2014 nichts mehr zu tun hat.

Obwohl sich Österreich das Image einer erstklassigen Mountainbikedestination umhängen möchte, sieht man hier ein Land mit einer der restriktivsten rechtlichen Rahmenbedingungen GEGEN Mountainbiken in Europa! Diese Rahmenbedingungen lassen sich durch Zahlungen in einigen touristischen Gebieten umgehen, er verwehrt aber den heimischen Bikern das Wegerecht. So wird die Möglichkeit verschenkt, Mountainbiken in Österreich auf den Entwicklungsstand zu bringen, den sich die österreichischen Mountainbike-Gemeinde wünscht. Dieser Entwicklungsstand würde auch den österreichischen Tourismus international konkurrenzfähiger machen.

Eine neue Wendung im Kampf um das Wegerecht gab es vor ein paar Monaten, als ein Rechtsstreit zwischen einem Jäger und einer Gruppe von Mountainbiker viel Aufmerksamkeit und Medieninteresse erregte. Glücklicherweise kam es zu einem Vergleich, und die geforderte Strafe von 15.000 € (!) wurde nicht schlagend. Unmittelbar nach der Gerichtsverhandlung wurde von upmove die Kampagne "legal biken - auch in Österreich" gestartet, mit dem Ziel Lobbying für das freie Wegerecht zu betreiben und um für "fairplay" Mountainbiken zu werben.

Wieso musste es soweit kommen?

Warum ist das Wegerecht für Mountainbiker nach 40 Jahren immer noch ein Thema? Warum wehren sich Grundeigentümer noch dagegen? Ist es Ignoranz oder Unwissenheit wie man mit Mountainbikern umgeht? Sind es hartnäckige Mythen über die Auswirkungen der Mountainbikes oder ist es einfach eine Frage der Prinzipien? Und gibt es irgendwelche Lösungen um bei solchen Konflikten die Interessen aller Beteiligten in Einklang zu bringen? Ja, sachliche Lösungen gibt es. Und so ist es nicht nur eine Frage der Gesetzesänderung, es ist eine Frage einer gänderten Einstellung. Natürlich, eine Gesetzesänderung wird ein riesiger Schritt nach vorne sein, alleine durch die Stärkung der Rechtsposition der Mountainbiker, aber auf lange Sicht brauchen wir einen Paradigmenwechsel. Eine Strategie, die auf die positive Seite des Mountainbiking, wie zum Beispiel gesundheitliche, soziale oder wirtschaftliche Effekte gründet. Daher muss die systematische Ausgrenzung von einer einzigen Benutzergruppe (egal ob durch Gesetz oder Politik) gestoppt werden: Die Lösung beginnt mit der Gewährung des Wegerechts für Mountainbiker.

Das heißt nicht, dass wir unsere Augen vor wichtigen und schwerwiegenden Problemen verschließen. Aber Probleme sind da, um gelöst zu werden. Zum Glück gibt es viele Lösungen um die Auswirkungen von Mountainbiken auf die Umwelt, sowohl in Bezug auf Pflanzen- und Tierwelt als auch andere Wegnutzer zu minimieren. Wir können Haftungsfragen lösen. Wir können Mountainbiker ermutigen, sich freiwillig für die Pflege der Wege zu engagierten, um so einen wichtigen Beitrag zu ihrer Erhaltung zu leisten.

Summa summarum: Mountainbiker sind da und man muss sich dieser Realität stellen, auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. So lange gestritten wird, gibt es keine zufriedenstellende Lösung, für alle beteiligten. Wenn sich aber alle zusammenreißen, kann aus dem Streit rasch gegenseitige Akzeptanz werden.

Aus dem Englischen
IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft? Rubrik , Autor: steiggeist Aktuell News über IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft? , , Autor: steiggeist Du suchst Informationen über IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft? dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Fur einen Mountainbiker gibt es nichts schöneres, als eine kleine Runde planen, sich dann auf dem unbekannten Trail prüfen, den Alltag vergessen und mit der Welt wieder ins Reine kommen. Auf den ersten Blick scheint dieser kleinen Freude nicht viel im Weg zu stehen. Stimmt"s? Nicht, wenn man sich in Österreich oder Baden-Württemberg in Süddeutschland befindet. Für die meisten Biker ist das Fahren auf Wegen völlig selbstverständlich, hier ist es ohne Gesetze zu übertreten fast unmöglich. Legal Biken Magazin: IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft? Verbietet die diskriminierende "Zwei-Meter-Regel" in Baden-Württemberg per Gesetz das Mountainbiken auf Singletrails (jeden Weg schmaler als zwei Meter), hat Österreich die zweifelhafte Ehre, beim Wegerecht für Mountainbiker noch restriktiver zu sein. In großen Teilen Österreichs ist Mountainbikern nicht einmal die Fahrt auf Forststraßen gestattet, mit Ausnahme einiger touristischer Gebiete, wo die lokalen Tourismusverbände oder Gemeinden für den MTB Zugang bezahlen. Fahren auf Singletrails ist offiziell nur in einigen Bikeparks möglich. Das klingt verrückt, es ist aber die nackte Wahrheit. In Baden-Württemberg reicht die Diskussion über den legislativen Teil der "Zwei-Meter-Regel" hinaus. Verteidiger des geltenden Rechts versuchen das Klischee der Mountainbiker als "Naturzerstörer" zu schüren. Die "Deutsche Initiative Mountain Bike DIMB" bemüht sich einerseits mit großen Aufwand das geltende Gesetz anzupassen, und andererseits kämpft sie mit Kampagnen gegen dieses falsche Klischee, um die Toleranz und Respekt zwischen den verschiedenen Parteien zu fördern. Zurück zur österreichischen Situation, wo das Waldgesetz aus 1975 stammt, als es noch keine Mountainbikes gab. In den letzten 40 Jahren wurde das Gesetz nicht angepasst, weshalb der rechtliche Rahmen überholt ist und mit den aktuellen Bedürfnissen der Erholungssuchenden im Jahr 2014 nichts mehr zu tun hat. Obwohl sich Österreich das Image einer erstklassigen Mountainbikedestination umhängen möchte, sieht man hier ein Land mit einer der restriktivsten rechtlichen Rahmenbedingungen GEGEN Mountainbiken in Europa! Diese Rahmenbedingungen lassen sich durch Zahlungen in einigen touristischen Gebieten umgehen, er verwehrt aber den heimischen Bikern das Wegerecht. So wird die Möglichkeit verschenkt, Mountainbiken in Österreich auf den Entwicklungsstand zu bringen, den sich die österreichischen Mountainbike-Gemeinde wünscht. Dieser Entwicklungsstand würde auch den österreichischen Tourismus international konkurrenzfähiger machen. Eine neue Wendung im Kampf um das Wegerecht gab es vor ein paar Monaten, als ein Rechtsstreit zwischen einem Jäger und einer Gruppe von Mountainbiker viel Aufmerksamkeit und Medieninteresse erregte. Glücklicherweise kam es zu einem Vergleich, und die geforderte Strafe von 15.000 € (!) wurde nicht schlagend. Unmittelbar nach der Gerichtsverhandlung wurde von upmove die Kampagne "legal biken - auch in Österreich" gestartet, mit dem Ziel Lobbying für das freie Wegerecht zu betreiben und um für "fairplay" Mountainbiken zu werben. Wieso musste es soweit kommen? Warum ist das Wegerecht für Mountainbiker nach 40 Jahren immer noch ein Thema? Warum wehren sich Grundeigentümer noch dagegen? Ist es Ignoranz oder Unwissenheit wie man mit Mountainbikern umgeht? Sind es hartnäckige Mythen über die Auswirkungen der Mountainbikes oder ist es einfach eine Frage der Prinzipien? Und gibt es irgendwelche Lösungen um bei solchen Konflikten die Interessen aller Beteiligten in Einklang zu bringen? Ja, sachliche Lösungen gibt es. Und so ist es nicht nur eine Frage der Gesetzesänderung, es ist eine Frage einer gänderten Einstellung. Natürlich, eine Gesetzesänderung wird ein riesiger Schritt nach vorne sein, alleine durch die Stärkung der Rechtsposition der Mountainbiker, aber auf lange Sicht brauchen wir einen Paradigmenwechsel. Eine Strategie, die auf die positive Seite des Mountainbiking, wie zum Beispiel gesundheitliche, soziale oder wirtschaftliche Effekte gründet. Daher muss die systematische Ausgrenzung von einer einzigen Benutzergruppe (egal ob durch Gesetz oder Politik) gestoppt werden: Die Lösung beginnt mit der Gewährung des Wegerechts für Mountainbiker. Das heißt nicht, dass wir unsere Augen vor wichtigen und schwerwiegenden Problemen verschließen. Aber Probleme sind da, um gelöst zu werden. Zum Glück gibt es viele Lösungen um die Auswirkungen von Mountainbiken auf die Umwelt, sowohl in Bezug auf Pflanzen- und Tierwelt als auch andere Wegnutzer zu minimieren. Wir können Haftungsfragen lösen. Wir können Mountainbiker ermutigen, sich freiwillig für die Pflege der Wege zu engagierten, um so einen wichtigen Beitrag zu ihrer Erhaltung zu leisten. Summa summarum: Mountainbiker sind da und man muss sich dieser Realität stellen, auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. So lange gestritten wird, gibt es keine zufriedenstellende Lösung, für alle beteiligten. Wenn sich aber alle zusammenreißen, kann aus dem Streit rasch gegenseitige Akzeptanz werden. Aus dem Englischen https://www.upmove-mtb.eu/uploads/blog_bild/1_small_1_3691034501735886580_chromelegacywindow10.09.2014" alt="kleinbild: IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft Headerbild grossbild: IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft  Headerbildkleinbild: IMBA Europa: MTB und Wegerecht: wofür wird in Österreich und Baden-Württemberg gekämpft  Headerbild
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