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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Kulturgut Wege - eine gefährdete Art Headerbild
14.03.2017 / 1352 Tage alt
Eingestellt von: steiggeist
[Legal Biken]  Unser Kollege Thomas hat sich seine Gedanken zu Wegefreiheit, Wegerecht und dem Verschwinden von Wegen, Pfaden und Steigen gemacht. Er kommt zu einer interessanten Erkenntnis: Der Schutz der Wege muss institutionalisiert werden, wenn wir sie für die nächsten Generationen erhalten wollen!

Thomas' Anliegen: alte Wege für die Jungen erhalten
F. von Gunten, langjähriger führenden Funktionär bei den Vereinen „Schweizer Wanderwege“ und „Schweiz Mobil“ (Schweizerisches Netzwerk des Langsamverkehrs für Freizeit und Tourismus) auf die Frage „Läßt sich zumindest behaupten, dass das Wanderwegenetz dort anfängt, wo das Straßennetz aufhört?“: ...eigentlich fängt die Wanderung eher dort an, wo der öffentliche Verkehr aufhört. So würde ich es jedenfalls lieber sehen“ (Alpenvereinsjahrbuch Berg 2017, S. 91)

Für mich - in den oö. Voralpen lebend - eine bemerkenswerte und voll zu unterstützende Ansicht: der Genuß einer Wanderung oder Radtour erhöht sich erheblich, wenn sie vom Wohnort oder einer Haltestelle des öffentlichen Verkehrs aus angetreten werden kann und eine Anreise im PKW nicht notwendig ist.

Die Erfahrung aus der mir bekannten Umgebung zeigt mir aber, dass die Entwicklung der letzten Jahrzehnte leider in eine andere Richtung verläuft. Aus Gründen wie

  • Zersiedelung

  • Landschaftsveränderung durch den Trend zu laufender Rationalisierung der land- und forstwirtschaftlichen Produktionsmethoden

  • Ausbau bestehender Wege zu (meist befestigten) Strassen

  • Überlagerung bestehender Wege durch den Bau von Forststrassen, wodurch in der Folge durch Holzschlägerung und danach folgende Aufforstung der bestehende Weg unwiederbringlich verloren geht

  • Versuche durch Eigentümer oder Nutzungsberechtigte, aus den verschiedensten Gründen heraus Gebiete für Erholungssuchende zu sperren


wird das für den Fußgänger, biker und auch den ski-country-crosser zur Verfügung stehende interessante (Wander-)Wegenetz (z.B. alte Karrenwege, frühere Kirchenwege usw.) ständig ausgedünnt.

Erholungssuchende, die auf die Benutzung eines KfZ verzichten und ihr Unternehmen vom Wohnort oder einer Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels aus beginnen, werden in Österreich daher in einer verschwindenden Minderheit bleiben.
Für alle anderen wird sich aber zwangsläufig der Beginn der Tour immer weiter vom Wohnort oder einer Haltestelle des öffentlichen Verkehrs weg entfernen mit den Folgen: Unkenntnis der Schönheiten und Möglichkeiten der engeren Heimat sowie Massenbetrieb an „hot spots“ sind einige der Folgen.

Unbegründetes Jammern auf hohem Niveau? Aus meiner Sicht leider nein, wie Beispiele aus jüngster Zeit zeigen:

  • Teilweise Sperre eines alten Wegs auf den Schöckl bei Graz und Umleitung auf eine Gemeindestraße – Günter Auferbauer, profunder Kenner der Gegend, Autor zahlreicher Wander- und Gebietsführer wehrt sich dagegen und sagt seine Meinung zu Besitz und Wegerecht

  • Verfügung durch die zuständige BH, dass im Maltateil ein 64ha großes Jagdgebiet auf Grund eines - vom örtlichen Bürgermeister – angezweifelten wildbiologischen Gutachtens im Winter für die Allgemeinheit gesperrt wird; der Alpenverein startet aus diesem Anlaß eine online-Petition gegen diese Sperre und verlangt, bei solchen Verfahren in Zukunft Parteienstellung zu erhalten

  • Aus Protest dagegen, dass die prähistorische Höhensiedlung auf dem
    Kulmgipfel
    unter Denkmalschutz gestellt wurde, will der Grundbesitzer der Allgemeinheit den Zutritt verwehren. Nach einem OGH-Urteil aus 2015 müssen Gipfel und der dahin führende Kreuzweg frei zugänglich sein. Durch neue errichtete Zäune sind 2016 weder das Kulm-Gipfelkreuz noch einige Teile des Kreuzwegs erreichbar. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Puch bleibt jetzt die Aufgabe, das OGH-Urteil zugunsten der Allgemeinheit gegen einen Gemeindebürger durchzusetzen

  • Ein jahrzehntelang bestehender Verbindungsweg - über den bis vor einigen Jahren eine AV-Markierung auf das beliebte Steyrer Naherholungsgebiet Damberg führte - wird von Anrainern gesperrt. Nachdem im Herbst 2016 der Magistrat Steyr noch zu einer Klage bereit ist, sieht im Februar 2017 der Magistratsjurist nur noch geringe Chancen im Klagsfall. Der Vizebürgermeister möchte trotz der angeblich tristen Aussichten an einer Klage festhalten, muss sich damit aber erst im Rathaus durchsetzen.

  • Das Land OÖ veräußert 2015 eine 127 ha große Liegenschaft. Ein Ansuchen des neuen Eigentümers um Widmungsänderung muss von der Gemeinde abgelehnt werden, worauf dieser der Gemeinde die Genehmigung verwehrt, auf seinem Grundstück die bisher vorhandene Zubringer-Loipe zu spuren.

  • Einer der eher seltenen Fälle, in dem die Gemeinde ein Wegerecht über Gerichtsbeschluß durchsetzt, finde sich in Enzenkirchen/OÖ


Die Wegefreiheit soll Menschen berechtigen, problemlos fremden Grund – insbesondere im Wald und im Bergland – zu betreten beziehungsweise zum Gehen zu benützen. Da in Österreich die Wegefreiheit derzeit durch verschiedene Gesetze (Landesgesetze, Forstgesetz) uneinheitlich oder gar nicht geregelt ist, strebt der Alpenverein als Lösung an, nach dem Vorbild der Schweiz und von Bayern die Wegefreiheit durch ein Gesetz im Verfassungsrang zu garantieren und bundesweit einheitlich zu regeln: ein erster Schritt, von dem ich hoffe, dass er durchgesetzt werden kann.

Aus meiner Sicht wird es aber zu kurz greifen, gesetzlich zwar das Recht zu garantieren, fremden Grund (im Wald und Ödland) problemlos betreten zu können (unabhängig davon, ob auf einem markierten, unmarkierten Weg oder weglos), den Bestand von Wegen (ober- und unterhalb der Waldgrenze, innerhalb und außerhalb des Waldes) aber keiner gesetzlichen Regelung zu unterwerfen.

Die meisten Menschen bevorzugen die Benutzung von bestehenden Wegen, und wie die obigen Beispiele zeigen, entstehen die meisten Konflikte, wenn die Benutzung von Wegen verwehrt wird. Wenn in Österreich ein funktionierendes „Wegenetz für Langsamverkehr“ erhalten bleiben soll, wird es auch hierzulande (nach Schweizer Vorbild) notwendig sein, erhaltenswerte Wege zu definieren und die Erhaltung dieser Wege gesetzlich, organisatorisch und finanziell zusätzlich zur Wegefreiheit abzusichern.

Naturschutz, Denkmalschutz und Konsumentenschutz sind institutionalisiert – auch der „Schutz des Kulturguts Weg“ verlangt danach!



Kulturgut Wege - eine gefährdete Art? Rubrik , Autor: steiggeist Aktuell News über Kulturgut Wege - eine gefährdete Art?, , Autor: steiggeist Du suchst Informationen über Kulturgut Wege - eine gefährdete Art? dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Unser Kollege Thomas hat sich seine Gedanken zu Wegefreiheit, Wegerecht und dem Verschwinden von Wegen, Pfaden und Steigen gemacht. Er kommt zu einer interessanten Erkenntnis: Der Schutz der Wege muss institutionalisiert werden, wenn wir sie für die nächsten Generationen erhalten wollen! Legal Biken Magazin: Kulturgut Wege - eine gefährdete Art? F. von Gunten, langjähriger führenden Funktionär bei den Vereinen „Schweizer Wanderwege“ und „Schweiz Mobil“ (Schweizerisches Netzwerk des Langsamverkehrs für Freizeit und Tourismus) auf die Frage „Läßt sich zumindest behaupten, dass das Wanderwegenetz dort anfängt, wo das Straßennetz aufhört?“: ...eigentlich fängt die Wanderung eher dort an, wo der öffentliche Verkehr aufhört. So würde ich es jedenfalls lieber sehen“ (Alpenvereinsjahrbuch Berg 2017, S. 91) Für mich - in den oö. Voralpen lebend - eine bemerkenswerte und voll zu unterstützende Ansicht: der Genuß einer Wanderung oder Radtour erhöht sich erheblich, wenn sie vom Wohnort oder einer Haltestelle des öffentlichen Verkehrs aus angetreten werden kann und eine Anreise im PKW nicht notwendig ist. Die Erfahrung aus der mir bekannten Umgebung zeigt mir aber, dass die Entwicklung der letzten Jahrzehnte leider in eine andere Richtung verläuft. Aus Gründen wie
  • Zersiedelung
  • Landschaftsveränderung durch den Trend zu laufender Rationalisierung der land- und forstwirtschaftlichen Produktionsmethoden
  • Ausbau bestehender Wege zu (meist befestigten) Strassen
  • Überlagerung bestehender Wege durch den Bau von Forststrassen, wodurch in der Folge durch Holzschlägerung und danach folgende Aufforstung der bestehende Weg unwiederbringlich verloren geht
  • Versuche durch Eigentümer oder Nutzungsberechtigte, aus den verschiedensten Gründen heraus Gebiete für Erholungssuchende zu sperren
wird das für den Fußgänger, biker und auch den ski-country-crosser zur Verfügung stehende interessante (Wander-)Wegenetz (z.B. alte Karrenwege, frühere Kirchenwege usw.) ständig ausgedünnt. Erholungssuchende, die auf die Benutzung eines KfZ verzichten und ihr Unternehmen vom Wohnort oder einer Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels aus beginnen, werden in Österreich daher in einer verschwindenden Minderheit bleiben. Für alle anderen wird sich aber zwangsläufig der Beginn der Tour immer weiter vom Wohnort oder einer Haltestelle des öffentlichen Verkehrs weg entfernen mit den Folgen: Unkenntnis der Schönheiten und Möglichkeiten der engeren Heimat sowie Massenbetrieb an „hot spots“ sind einige der Folgen. Unbegründetes Jammern auf hohem Niveau? Aus meiner Sicht leider nein, wie Beispiele aus jüngster Zeit zeigen:
  • Teilweise Sperre eines alten Wegs auf den Schöckl bei Graz und Umleitung auf eine Gemeindestraße – Günter Auferbauer, profunder Kenner der Gegend, Autor zahlreicher Wander- und Gebietsführer wehrt sich dagegen und sagt seine Meinung zu Besitz und Wegerecht
  • Verfügung durch die zuständige BH, dass im Maltateil ein 64ha großes Jagdgebiet auf Grund eines - vom örtlichen Bürgermeister – angezweifelten wildbiologischen Gutachtens im Winter für die Allgemeinheit gesperrt wird; der Alpenverein startet aus diesem Anlaß eine online-Petition gegen diese Sperre und verlangt, bei solchen Verfahren in Zukunft Parteienstellung zu erhalten
  • Aus Protest dagegen, dass die prähistorische Höhensiedlung auf dem Kulmgipfel unter Denkmalschutz gestellt wurde, will der Grundbesitzer der Allgemeinheit den Zutritt verwehren. Nach einem OGH-Urteil aus 2015 müssen Gipfel und der dahin führende Kreuzweg frei zugänglich sein. Durch neue errichtete Zäune sind 2016 weder das Kulm-Gipfelkreuz noch einige Teile des Kreuzwegs erreichbar. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Puch bleibt jetzt die Aufgabe, das OGH-Urteil zugunsten der Allgemeinheit gegen einen Gemeindebürger durchzusetzen
  • Ein jahrzehntelang bestehender Verbindungsweg - über den bis vor einigen Jahren eine AV-Markierung auf das beliebte Steyrer Naherholungsgebiet Damberg führte - wird von Anrainern gesperrt. Nachdem im Herbst 2016 der Magistrat Steyr noch zu einer Klage bereit ist, sieht im Februar 2017 der Magistratsjurist nur noch geringe Chancen im Klagsfall. Der Vizebürgermeister möchte trotz der angeblich tristen Aussichten an einer Klage festhalten, muss sich damit aber erst im Rathaus durchsetzen.
  • Das Land OÖ veräußert 2015 eine 127 ha große Liegenschaft. Ein Ansuchen des neuen Eigentümers um Widmungsänderung muss von der Gemeinde abgelehnt werden, worauf dieser der Gemeinde die Genehmigung verwehrt, auf seinem Grundstück die bisher vorhandene Zubringer-Loipe zu spuren.
  • Einer der eher seltenen Fälle, in dem die Gemeinde ein Wegerecht über Gerichtsbeschluß durchsetzt, finde sich in Enzenkirchen/OÖ
Die Wegefreiheit soll Menschen berechtigen, problemlos fremden Grund – insbesondere im Wald und im Bergland – zu betreten beziehungsweise zum Gehen zu benützen. Da in Österreich die Wegefreiheit derzeit durch verschiedene Gesetze (Landesgesetze, Forstgesetz) uneinheitlich oder gar nicht geregelt ist, strebt der Alpenverein als Lösung an, nach dem Vorbild der Schweiz und von Bayern die Wegefreiheit durch ein Gesetz im Verfassungsrang zu garantieren und bundesweit einheitlich zu regeln: ein erster Schritt, von dem ich hoffe, dass er durchgesetzt werden kann. Aus meiner Sicht wird es aber zu kurz greifen, gesetzlich zwar das Recht zu garantieren, fremden Grund (im Wald und Ödland) problemlos betreten zu können (unabhängig davon, ob auf einem markierten, unmarkierten Weg oder weglos), den Bestand von Wegen (ober- und unterhalb der Waldgrenze, innerhalb und außerhalb des Waldes) aber keiner gesetzlichen Regelung zu unterwerfen. Die meisten Menschen bevorzugen die Benutzung von bestehenden Wegen, und wie die obigen Beispiele zeigen, entstehen die meisten Konflikte, wenn die Benutzung von Wegen verwehrt wird. Wenn in Österreich ein funktionierendes „Wegenetz für Langsamverkehr“ erhalten bleiben soll, wird es auch hierzulande (nach Schweizer Vorbild) notwendig sein, erhaltenswerte Wege zu definieren und die Erhaltung dieser Wege gesetzlich, organisatorisch und finanziell zusätzlich zur Wegefreiheit abzusichern. Naturschutz, Denkmalschutz und Konsumentenschutz sind institutionalisiert – auch der „Schutz des Kulturguts Weg“ verlangt danach!
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Kommentare
  • Userbild - gimoya

    gimoya:

    Danke für den Beitrag! Man sollte auf diese Tendenz wirklich aufmerksam machen!

     

    Ein weiterer Aspekt ist, dass erst die Nutzung (neben der notwendigen Pflege) die Wege erhaltet! Wenig genutzte Wege, werden zT auch durch die Nutzung mit dem MTB erhalten..

     

    Dass viele Grundbesitzer, Jäger, Förster etc. offensichtlich nur die für ihre eigenen Interessen relevanten Strukturen erhalten, bzw. neu schaffen wollen und den Erholungssuchenden am liebsten gar nicht im Wald sehen würden, zeigt sich leider immer mehr!

     

    Danke daher für eure Initiative - ich fühle mich sehr gut von Euch vertreten - Bitte so weitermachen!!

    Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 17.03.2017 / 1349 Tage alt
    • Userbild - Willi Breuer

      Willi Breuer: Also die Frage, die ich mir stelle, warum wird immer mehr abgesperrt oder umgeleitet? Dem sollte man mal auf dem Grund gehen und es gibt sicher viele Gründe dafür..

      Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 16.03.2017 / 1350 Tage alt
      • Userbild - El Dani O

        El Dani O: Beobachte das schon seit Jahren. Das hat System, auch gegen Wanderer! Wenn man Leute nicht aussperren kann, leitet man sie auf Forststrassen und lässt alte Wege verwildern. Gut dass mal jemand etwas darüber schreibt!

        Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 15.03.2017 / 1351 Tage alt
        • Userbild - Ax Xi

          Ax Xi: Gegenstrategie: Selber schöne Wege bauen (macht auch Spaß).

          Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 15.03.2017 / 1351 Tage alt
          • Userbild - Ax Xi

            Ax Xi: Ich beobachte verschiedene Strategien der Jäger: Alle paar Meter gesunde Bäume über die Wege fällen, Parkmöglichkeit für PKW's beim Start für Touren verbauen, Forststraßen drüberbauen, nach Schlägerungen Zweige auf ganzer Länge min. einen halben Meter auf die Wege schichten, ...

            Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 15.03.2017 / 1351 Tage alt
            • Userbild - Dietmar Gruber

              Dietmar Gruber: Dieses Problem kennt wohl jeder. In meiner Gemeinde wurde ein "Schulweg" den ich während meiner Volksschulzeit zu Fuß und mit dem Radl genützt habe gesperrt. Dieser Weg wurde schon Generationen vor mir von Volkschülerinnen benutzt. Der Weg geht beim ehemaligen Kramer (schon seit 30 Jahren zugesperrt) vorbei und durch eine weitere Liegenschaft zwischen Wohnhaus und Garage durch. Die Nachkommen haben diesen Weg gesperrt, vorerst für Radlfahrer. Das errichtete Tor läßt noch schlimmeres ahnen. Schulkinder falls mit dem Radl unterwegs, ein paar soll es ja noch geben, müssen jetzt diesen Weg auf einer Straße mit einer äußerst gefährlichen, uneinsehbaren und engen Kurve umfahren. Ein 80 jähriger Pensionist, der selbst schon auf diesem Weg mit den Radl in die Volksschule gefahren ist, versuchte alles bei der Gemeinde und BH um diese Sperre aufzuheben. Positives hatte er nicht erreicht, er wurde als Querulant hingestellt. Als er sich an mich wandte war schon alles zu spät und die Sperre für Radfahrer wurde von der Gemeinde hingenommen. Vielleicht auch deshalb, weil es sich beim Hauseigentümer um einen Mitarbeiter des örtlichen Bauhofes handelt. Ich bin sicher, das dieser Weg in absehbarer Zeit auch für Fußgänger gesperrt wird. Ein weiterer Weg, ca. 100 m entfernt wurde bereits vor ca. 15 Jahren gesperrt, auch hier handelte es sich um einen alt eingesessen Weg, der ebenfalls als Schul und Kirchenweg genutzt wurde. Außerdem war dieser Weg auch der kürzeste und direkte Zugang zum Schuster. Das Schusterhaus, beheimatet natürlich schon lange keinen Schuster mehr, und die neuen Eigentümer waren vom Weg durch den Garten nicht angetan. Vielleicht auch verständlich, aber wenn man eine Liegenschaft erwirbt, dann "erwirbt" man auch die ersessenen Rechte. Vieles ist aus unterschiedlichsten Gründen bereits abhanden gekommen. Darum ist es enorm wichtig, dass die Erhaltung der Wege als Kulturgut verfassungsrechtlich abgesichert wird.

              Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 15.03.2017 / 1351 Tage alt

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