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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Landwirtschaftskammer zum MTB:  braucht der Wald neue Nebelgranaten Headerbild
04.12.2015 / 1755 Tage alt
Eingestellt von: upmove
[Legal Biken]  Am 27. 11 lud die Landwirtschaftskammer zu einer Pressekonferenz mit dem Thema „Was sagt die Wissenschaft zum Mountainbiken im Wald? Experten präsentieren Lösungen, die allen Seiten gerecht werden“. Ort des Geschehens war das noble Cafe Griensteidl im ersten Wiener Gemeindebezirk. Von den Kämmerern wurden alte Nebelgranaten geworfen.

D. Lund-Durlacher, U. Pröbstl-Haider, F. Titschenbacher
Es beobachten: H. Moser AV, R. Hrbek u. P. Gebetsberger NF
Es beobachten: H. Moser AV, R. Hrbek u. P. Gebetsberger NF
Das Podium der Pressekonferenz war neben Franz Titschenbacher, Vorsitzender des Forstausschuss der LK Österreich, mit zwei Professorinnen besetzt: Univ.-Prof. Ulrike Pröbstl-Haider, Landschaftsentwicklung, Erholung und Tourismus, Universität für Bodenkultur und Univ.-Prof. Dagmar Lund-Durlacher, MODUL University Vienna, Leiterin Department of Tourism and Service Management.

Herr Titschenbacher betonte in seinem Eingangsstatement den (altbekannten) Anspruch seiner Mitglieder auf das Eigentum Wald.
Ulrike Pröbstl-Haider behauptete es gäbe eine höhere Störung der Wildtiere durch Mountainbiker.
„Eine weitere Ausweitung des touristisch genutzten Forststraßennetzte ist nicht erforderlich. Mountainbiker selbst sehen einen erhöhten Bedarf an Singletrails“ erklärte Frau Univ.-Prof. Dagmar Lund-Durlacher. Zusätzlich wurde auf die Gefährlichkeit des Sports hingewiesen.
Aus diesem Argumente heraus wird weiterhin eine generelle Öffnung der Forststraßen abgelehnt.
Unbestritten war: „Im Osten gibt es einen gewissen Nachholbedarf an legalen Möglichkeiten zum Mountainbiken“. Konkrete Lösungen um zu diesen Möglichkeiten zu kommen, wurden nicht präsentiert.

Da jetzt der Winter kommt, ist ja Zeit sich in die Studien zu vertiefen und sie auf ihre Substanz abzuklopfen.

Widerspruch

Einige in der Pressekonferenz getätigten Aussagen bedürfen jedoch einer sofortigen Klarstellung.
Natürlich ist jeder Mensch zuerst ein Störfaktor in der Natur. Er ist aber auch Teil dieser Natur: Mehrere Milliarden mal auf der Welt.

Frau Pröpstl-Haider zitierte dazu aus der Arbeit des renommierten Wildbiologen Paul Ingold „Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere“ die festgestellten größeren Fluchtstrecken von Alpengämsen bei Mountainbikern und Joggern gegenüber Wanderern. Unerwähnt ließ sie aber das Resümee „Finden Freizeitaktivitäten auf Straßen und Wegen statt, bleibt die beeinflusste Fläche für Wildtiere relativ klein“ … „Wenn auf Wegen und Straßen (Mountainbike) gefahren wird, ist mit einer ähnlichen Reaktion auf Wildtiere zu rechnen wie bei Wanderen, auch wenn die Reaktion manchmal etwas geringer, zuweilen auch etwas stärker ist.“


Warum Dagmar Lund-Durlacher meint, der Tourismus habe keinen Bedarf an der Öffnung von Fortstraßen ist uns ein Rätsel. Vielleicht hat sie nur mit Tirolern und Pinzgauern gesprochen. Sicher nicht mit Mountainbikern und Touristikern aus Ober- und Niederösterreich sowie der Steiermark. Als Ansprechpartner könnte man ihr beispielsweise Thomas Scholl nennen. Der Pyhrn-Priel Tourismusdirektor hat erst vorige Woche genau den Wunsch nach mehr Mountainbike-Angeboten geäußert und die Öffnung der Forststraßen angeregt.
Dass die Lage an Naherholungsmöglichkeiten für Radfahrer auf Forststraßen abseits touristischer Schwerpunktgebiete jetzt seit 30 Jahren unbefriedigend ist, wurde nach Nachfrage auch von Herrn Titschenbacher zugegeben. Auf die Frage was sich vom System her ändern soll, damit hier etwas weiter geht, wusste er keine Antwort.

Nebel

Die Landwirtschaftskammer hatte in der Ankündigung zu dieser Veranstaltung „Wissenschaft“ versprochen. Geboten wurden neue „Vernebelungstaktiken“. Hatte man das Gefühl, dass die Wirkung der alten Nebelgranaten nachgelassen hat, und man neue liefern muss?

Beim Unterschriftensammeln auf der Internetseite „Sicherheit im Wald…“, die bekanntlich vom Forstverein betrieben wird, gab es offensichtlich auch gewaltigen „Bodennebel“.
Letzten Freitag bekommen wir dazu Zusendungen mit mehreren Unterstützungen „Jaga1“. Beachtlich war auch, dass um die Mittagszeit ca. 72.000 Unterstützer angeführt wurden und am späteren Nachmittag bereits 80.000. Also wir wissen zwar von der starken Lobby der Kollegen, dass aber innerhalb weniger Stunden 8000 Unterschriften dazukommen, ist mehr als unglaubwürdig. Diese Vorkommnisse, und die Tatsache, dass die Unterschriftenliste von der Seite entfernt wurde (zwischenzeitlich?) spricht für unseren Verdacht. Wenn die Sicht wieder freier wird, wird man sicher eine passende Erklärung parat haben. Denn sonst müssen wir glauben, man verbreitet Angst und Unwahrheit mit falschen Zahlen.

Presseresonanz

PS: Besonders freut uns diesmal, dass die einzige Presseresonanz im KURIER sehr neutral war und wir schon, während die PK noch lief, um unsere Meinung gefragt wurden. Das zeigt vor allem auch, dass unser Lobbying zu greifen beginnt und selbst Medien wie der KURIER, der mehrheitlich der Giebelkreuzler-Maschinerie zuzuordnen ist, sich nicht mehr zu einseitiger Berichterstattung hinreißen lässt.


Links

Studie Ökologische Aspekte des Mountainbikens im Wald (U. Pröbstl-Haider, C. Hödl, H. Hasenauer) hier

Studie Mountainbiking als Freizeit- und Tourismusaktivität in Österreich (D. Lund-Durlacher, H. Antonschmidt) hier

Sportunfallstatistik Österreich: hier
 upmove Position Mountainbike
Landwirtschaftskammer zum MTB: braucht der Wald neue Nebelgranaten? Rubrik , Autor: upmove Aktuell News über Landwirtschaftskammer zum MTB: braucht der Wald neue Nebelgranaten?, , Autor: upmove Du suchst Informationen über Landwirtschaftskammer zum MTB: braucht der Wald neue Nebelgranaten? dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Am 27. 11 lud die Landwirtschaftskammer zu einer Pressekonferenz mit dem Thema „Was sagt die Wissenschaft zum Mountainbiken im Wald? Experten präsentieren Lösungen, die allen Seiten gerecht werden“. Ort des Geschehens war das noble Cafe Griensteidl im ersten Wiener Gemeindebezirk. Von den Kämmerern wurden alte Nebelgranaten geworfen. Legal Biken Magazin: Landwirtschaftskammer zum MTB: braucht der Wald neue Nebelgranaten?
Das Podium der Pressekonferenz war neben Franz Titschenbacher, Vorsitzender des Forstausschuss der LK Österreich, mit zwei Professorinnen besetzt: Univ.-Prof. Ulrike Pröbstl-Haider, Landschaftsentwicklung, Erholung und Tourismus, Universität für Bodenkultur und Univ.-Prof. Dagmar Lund-Durlacher, MODUL University Vienna, Leiterin Department of Tourism and Service Management. Herr Titschenbacher betonte in seinem Eingangsstatement den (altbekannten) Anspruch seiner Mitglieder auf das Eigentum Wald. Ulrike Pröbstl-Haider behauptete es gäbe eine höhere Störung der Wildtiere durch Mountainbiker. „Eine weitere Ausweitung des touristisch genutzten Forststraßennetzte ist nicht erforderlich. Mountainbiker selbst sehen einen erhöhten Bedarf an Singletrails“ erklärte Frau Univ.-Prof. Dagmar Lund-Durlacher. Zusätzlich wurde auf die Gefährlichkeit des Sports hingewiesen. Aus diesem Argumente heraus wird weiterhin eine generelle Öffnung der Forststraßen abgelehnt. Unbestritten war: „Im Osten gibt es einen gewissen Nachholbedarf an legalen Möglichkeiten zum Mountainbiken“. Konkrete Lösungen um zu diesen Möglichkeiten zu kommen, wurden nicht präsentiert. Da jetzt der Winter kommt, ist ja Zeit sich in die Studien zu vertiefen und sie auf ihre Substanz abzuklopfen. Widerspruch Einige in der Pressekonferenz getätigten Aussagen bedürfen jedoch einer sofortigen Klarstellung. Natürlich ist jeder Mensch zuerst ein Störfaktor in der Natur. Er ist aber auch Teil dieser Natur: Mehrere Milliarden mal auf der Welt. Frau Pröpstl-Haider zitierte dazu aus der Arbeit des renommierten Wildbiologen Paul Ingold „Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere“ die festgestellten größeren Fluchtstrecken von Alpengämsen bei Mountainbikern und Joggern gegenüber Wanderern. Unerwähnt ließ sie aber das Resümee „Finden Freizeitaktivitäten auf Straßen und Wegen statt, bleibt die beeinflusste Fläche für Wildtiere relativ klein“ … „Wenn auf Wegen und Straßen (Mountainbike) gefahren wird, ist mit einer ähnlichen Reaktion auf Wildtiere zu rechnen wie bei Wanderen, auch wenn die Reaktion manchmal etwas geringer, zuweilen auch etwas stärker ist.“ Warum Dagmar Lund-Durlacher meint, der Tourismus habe keinen Bedarf an der Öffnung von Fortstraßen ist uns ein Rätsel. Vielleicht hat sie nur mit Tirolern und Pinzgauern gesprochen. Sicher nicht mit Mountainbikern und Touristikern aus Ober- und Niederösterreich sowie der Steiermark. Als Ansprechpartner könnte man ihr beispielsweise Thomas Scholl nennen. Der Pyhrn-Priel Tourismusdirektor hat erst vorige Woche genau den Wunsch nach mehr Mountainbike-Angeboten geäußert und die Öffnung der Forststraßen angeregt. Dass die Lage an Naherholungsmöglichkeiten für Radfahrer auf Forststraßen abseits touristischer Schwerpunktgebiete jetzt seit 30 Jahren unbefriedigend ist, wurde nach Nachfrage auch von Herrn Titschenbacher zugegeben. Auf die Frage was sich vom System her ändern soll, damit hier etwas weiter geht, wusste er keine Antwort. Nebel Die Landwirtschaftskammer hatte in der Ankündigung zu dieser Veranstaltung „Wissenschaft“ versprochen. Geboten wurden neue „Vernebelungstaktiken“. Hatte man das Gefühl, dass die Wirkung der alten Nebelgranaten nachgelassen hat, und man neue liefern muss? Beim Unterschriftensammeln auf der Internetseite „Sicherheit im Wald…“, die bekanntlich vom Forstverein betrieben wird, gab es offensichtlich auch gewaltigen „Bodennebel“. Letzten Freitag bekommen wir dazu Zusendungen mit mehreren Unterstützungen „Jaga1“. Beachtlich war auch, dass um die Mittagszeit ca. 72.000 Unterstützer angeführt wurden und am späteren Nachmittag bereits 80.000. Also wir wissen zwar von der starken Lobby der Kollegen, dass aber innerhalb weniger Stunden 8000 Unterschriften dazukommen, ist mehr als unglaubwürdig. Diese Vorkommnisse, und die Tatsache, dass die Unterschriftenliste von der Seite entfernt wurde (zwischenzeitlich?) spricht für unseren Verdacht. Wenn die Sicht wieder freier wird, wird man sicher eine passende Erklärung parat haben. Denn sonst müssen wir glauben, man verbreitet Angst und Unwahrheit mit falschen Zahlen. Presseresonanz PS: Besonders freut uns diesmal, dass die einzige Presseresonanz im KURIER sehr neutral war und wir schon, während die PK noch lief, um unsere Meinung gefragt wurden. Das zeigt vor allem auch, dass unser Lobbying zu greifen beginnt und selbst Medien wie der KURIER, der mehrheitlich der Giebelkreuzler-Maschinerie zuzuordnen ist, sich nicht mehr zu einseitiger Berichterstattung hinreißen lässt.
Links Studie Ökologische Aspekte des Mountainbikens im Wald (U. Pröbstl-Haider, C. Hödl, H. Hasenauer) hier Studie Mountainbiking als Freizeit- und Tourismusaktivität in Österreich (D. Lund-Durlacher, H. Antonschmidt) hier Sportunfallstatistik Österreich: hier
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Kommentare
  • Userbild - constmih

    constmih:

    Hallo, 

     

    Witziger Zufall. Wisst Ihr wem das Herbertstein Palais gehört, in dem sich das  Cafe Griensteidl befindet? 

     

    http://www.gewinn.com/immobilien/immobilien-news/artikel/griensteidl-haus-geht-an-holzindustriellen/

    Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 04.12.2015 / 1755 Tage alt
    • Userbild - Tim Mountainbiker

      Tim Mountainbiker: So vermeidet man Interessenskonflikte. Würde man auf Steuerzahlerkosten gehen, wäre man wohlmöglich noch dem Bürger verpflichtet!

      Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · 04.12.2015 / 1755 Tage alt

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