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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Naturschutzbund und Mountainbiken Headerbild
06.10.2015 / 1814 Tage alt
Eingestellt von: upmove
[Legal Biken]  In mehreren Publikationen thematisiert der Naturschutzbund aktuell die Initiativen zum Legalisieren des Radfahrens auf Forststraßen in Österreich.

Naturschutzbund und Mountainbiken 1

Der Naturschutzbund sieht sich als "Anwalt der Natur".
Solch einen Anwalt braucht es, und diese Anwaltschaft verdient unsere ganze Unterstützung. Nicht nur als Mountainbiker, wo wir unseren Sport lieber in einer intakten "Natur" als in verschandelten Nutzlandschaften betreiben, sondern vorrangig als Menschen, die ihre Umwelt unversehrt an die nächste Generation übergeben wollen.



Einige Wortmeldungen in aktuellen Publikationen des Naturschutzbundes wollen wir aber nicht unkommentiert stehen lassen!





In der aktuellen Ausgabe von "natur&land" wird die Frage "Mountainbiken - Freie Fahrt auf allen Forststraßen?" gestellt. In der Einleitung wird festgehalten, dass sich die Gegener einer Öffnung in ihrem Eigentum eingeschränkt sehen, aber auch auf das "Freie Betretungsrecht" hingewiesen, und der Umstand betont, dass in Österreich nur 20% des Waldes in öffentlicher Hand (ÖBF, Gemeinden, ...) sind. Warum das aus Sicht eines "Anwalts der Natur" interessant ist, wir nicht erklärt.

Herr Höbart, Multifunktiär von der Landwirschaftskammer, kommt hier für den "Forstverein" zu Wort.
Als einziges Argument in Hinblick auf den Naturschutz erwähnt er die größerer Reichweite eines Radfahrers gegenüber der eines Fußgehers. Er mahlt weiters düstere Zukunftsszenarien von Motorradfahren im Wald, sollte Radfahren einmal erlaubt sein.

Dr. Roman Türk, Präsident des Naturschutzbundes, meint "viele Forststraßen führen in ökologisch äußerst sensible Gebiete" und "Mountainbiken in naturschutzfachlich
wertvollen Gebieten entsprechend eingeschränkt bleiben sollte
". Das können wir so stehen lassen, wenn wir uns dabei sicher sein können, dass er mit "ökologisch äußerst sensible Gebiete" nicht die Art von Wald meint, die auf dem Bild von Herrn Höbart zu sehen ist.




Aufgefallen ist uns auch der Beitrag von Andreas Duscher, Geschäftsführer und Wildbiologe des Bgld. Landesjagdverbandes, im Heft 3/2015 "Natur und Umwelt im Pannonischen Raum" mit dem Titel
"Respektvoller Umgang aller Nutzer der Natur.
Die Forderung der generellen Öffnung der Forstwege für Mountainbiker hat die Diskussion um das Nutzungsrecht der Natur neu entfacht".

Illustriert wird dieser Beitrag durch das Bild von Herrn Höbart mit den Walderntemaschienen, an denen Mountainbiker ihr Rad vorbei schieben.
Herr Duscher meint: "Die Natur ist Lebens- und Erholungsraum sowie Produktionsstätte in einem. So sind z. B. Forststraßen primär Arbeitsplatz, mit Zustimmung des Grundeigentümers aber auch Wanderwege und Mountainbikestrecken."
Das ist insofern falsch, als man zum Wandern seit 40 Jahren (Forstgesetz 1975) keine Zustimmung des Grundbesitzers braucht.
Suggeriert wird eine Gefährdung von Kleinstlebewesen, aber nicht ausgesprochen durch wen.
Wir denken, das Bild spricht hier für sich, und kann die Radfahrer von jedem Verdacht befreien.
Ergiebig beschäftigt sich Herr Duscher auch mit den Eigentumsverhältnissen und spricht vom Betreten vom "Privatraum vom Tier und Mensch".

Ob Tiere einen Privatraum kennen und brauchen, werden wir nicht beurteilen. Wir respektieren jedoch gerne jede Ruhezone aus Gründen des Naturschutzes.
Dass der Eigentümer seinen Privateigentum Wald bewirtschaften können soll, wird durch niemand in Frage gestellt.
Allerdings hat er die Erholungsfunktion des Waldes zu tolerieren.
Wir meinen selbstverständlich auch von Radfahrern auf Straßen und Wegen, natürlich auf eigene Gefahr, und mit Nachrang gegenüber allen anderen Wegenutzern.
Und nicht vergessen: es geht um "Natur und Umwelt"!

Hier wird jedoch wieder einmal klar vor Augen geführt:
Die Frage, ob Mountainbiken auf Forststraßen und Wegen generell erlaubt sein soll, hat praktisch nichts damit zu tun, "ob der Naturschutz das verträgt".
Im Endeffekt kommen immer wieder dieselben fadenscheinigen Haftungs und Eigentumseinwände.

Ein Grund mehr, sich bayrische Verhältnisse in unsere Verfassung zu wünschen:
Verfassung des Freistaates Bayern", Artikel 141. (3) Der Genuß der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet. Staat und Gemeinde sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechts freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen.


Diese Aufsätze zeigen, dass es sich bei den Argumenten gegen die Freigabe im Wesentlichen um Punkte handelt, die auf politischer Ebene zu klären sind: Die behauptete Eigentumseinschränkung und die angeblich unlösbare Haftungsfrage
Unsere Aufgabe ist es, Lösungen einzufordern!
 aus der Zeitschrift "Natur und Umwelt im pannonischen Raum", bgld. Umweltanwaltschaft mit Naturschutzbund.
 aus der Zeitschrift Natur aus der Zeitschrift Natur und Land
Naturschutzbund und Mountainbiken Rubrik , Autor: upmove Aktuell News über Naturschutzbund und Mountainbiken, , Autor: upmove Du suchst Informationen über Naturschutzbund und Mountainbiken dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! In mehreren Publikationen thematisiert der Naturschutzbund aktuell die Initiativen zum Legalisieren des Radfahrens auf Forststraßen in Österreich. Legal Biken Magazin: Naturschutzbund und Mountainbiken
Der Naturschutzbund sieht sich als "Anwalt der Natur". Solch einen Anwalt braucht es, und diese Anwaltschaft verdient unsere ganze Unterstützung. Nicht nur als Mountainbiker, wo wir unseren Sport lieber in einer intakten "Natur" als in verschandelten Nutzlandschaften betreiben, sondern vorrangig als Menschen, die ihre Umwelt unversehrt an die nächste Generation übergeben wollen. Einige Wortmeldungen in aktuellen Publikationen des Naturschutzbundes wollen wir aber nicht unkommentiert stehen lassen! In der aktuellen Ausgabe von "natur&land" wird die Frage "Mountainbiken - Freie Fahrt auf allen Forststraßen?" gestellt. In der Einleitung wird festgehalten, dass sich die Gegener einer Öffnung in ihrem Eigentum eingeschränkt sehen, aber auch auf das "Freie Betretungsrecht" hingewiesen, und der Umstand betont, dass in Österreich nur 20% des Waldes in öffentlicher Hand (ÖBF, Gemeinden, ...) sind. Warum das aus Sicht eines "Anwalts der Natur" interessant ist, wir nicht erklärt. Herr Höbart, Multifunktiär von der Landwirschaftskammer, kommt hier für den "Forstverein" zu Wort. Als einziges Argument in Hinblick auf den Naturschutz erwähnt er die größerer Reichweite eines Radfahrers gegenüber der eines Fußgehers. Er mahlt weiters düstere Zukunftsszenarien von Motorradfahren im Wald, sollte Radfahren einmal erlaubt sein. Dr. Roman Türk, Präsident des Naturschutzbundes, meint "viele Forststraßen führen in ökologisch äußerst sensible Gebiete" und "Mountainbiken in naturschutzfachlich wertvollen Gebieten entsprechend eingeschränkt bleiben sollte". Das können wir so stehen lassen, wenn wir uns dabei sicher sein können, dass er mit "ökologisch äußerst sensible Gebiete" nicht die Art von Wald meint, die auf dem Bild von Herrn Höbart zu sehen ist. Aufgefallen ist uns auch der Beitrag von Andreas Duscher, Geschäftsführer und Wildbiologe des Bgld. Landesjagdverbandes, im Heft 3/2015 "Natur und Umwelt im Pannonischen Raum" mit dem Titel "Respektvoller Umgang aller Nutzer der Natur. Die Forderung der generellen Öffnung der Forstwege für Mountainbiker hat die Diskussion um das Nutzungsrecht der Natur neu entfacht". Illustriert wird dieser Beitrag durch das Bild von Herrn Höbart mit den Walderntemaschienen, an denen Mountainbiker ihr Rad vorbei schieben. Herr Duscher meint: "Die Natur ist Lebens- und Erholungsraum sowie Produktionsstätte in einem. So sind z. B. Forststraßen primär Arbeitsplatz, mit Zustimmung des Grundeigentümers aber auch Wanderwege und Mountainbikestrecken." Das ist insofern falsch, als man zum Wandern seit 40 Jahren (Forstgesetz 1975) keine Zustimmung des Grundbesitzers braucht. Suggeriert wird eine Gefährdung von Kleinstlebewesen, aber nicht ausgesprochen durch wen. Wir denken, das Bild spricht hier für sich, und kann die Radfahrer von jedem Verdacht befreien. Ergiebig beschäftigt sich Herr Duscher auch mit den Eigentumsverhältnissen und spricht vom Betreten vom "Privatraum vom Tier und Mensch". Ob Tiere einen Privatraum kennen und brauchen, werden wir nicht beurteilen. Wir respektieren jedoch gerne jede Ruhezone aus Gründen des Naturschutzes. Dass der Eigentümer seinen Privateigentum Wald bewirtschaften können soll, wird durch niemand in Frage gestellt. Allerdings hat er die Erholungsfunktion des Waldes zu tolerieren. Wir meinen selbstverständlich auch von Radfahrern auf Straßen und Wegen, natürlich auf eigene Gefahr, und mit Nachrang gegenüber allen anderen Wegenutzern. Und nicht vergessen: es geht um "Natur und Umwelt"! Hier wird jedoch wieder einmal klar vor Augen geführt: Die Frage, ob Mountainbiken auf Forststraßen und Wegen generell erlaubt sein soll, hat praktisch nichts damit zu tun, "ob der Naturschutz das verträgt". Im Endeffekt kommen immer wieder dieselben fadenscheinigen Haftungs und Eigentumseinwände. Ein Grund mehr, sich bayrische Verhältnisse in unsere Verfassung zu wünschen: Verfassung des Freistaates Bayern", Artikel 141. (3) Der Genuß der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet. Staat und Gemeinde sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechts freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen. Diese Aufsätze zeigen, dass es sich bei den Argumenten gegen die Freigabe im Wesentlichen um Punkte handelt, die auf politischer Ebene zu klären sind: Die behauptete Eigentumseinschränkung und die angeblich unlösbare Haftungsfrage Unsere Aufgabe ist es, Lösungen einzufordern!
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Kommentare
  • Userbild - up001

    up001:

    Mittlerweile glaube ich auch, dass eine Änderung des Forstgesetzes alleine nicht reichen wird. Wenn man die diversen Aussagen und auch Taten der Grundeigentumsvertreter deutet, ist die Tendenz zum Eintrittsgeld für die Erholungssuche, egal ob Wanderer, Läufer, Tourenskifahrer,Mountainbiker...... ganz klar zu erkennen.

    Dies kann aber nicht im Sinne der hohen Sozialbindung des Waldes für die Allgemeinheit sein. Die Erholungssuche muss unangetastet bleiben und auf weitere naturerlebende Aktivitäten wie eben das Mountainbiken ausgeweitet werden. Fakt ist leider auch, dass viele kleine Waldeigentümer verkaufen und durch Großgrundeigentümer das Problem verstärkt wird.

     

    Deshalb gilt es tatsächlich darüber nachzudenken, das Betretungsrecht des Waldes und des darüberliegenden Berglandes per Verfassungsgesetz jedermann sicherzustellen. Der Zugang zu den Naturschönheiten und in den Wald darf nicht mehr in Frage gestellt werden. So wie dies in Bayern bereits seit 1946 per Verfassungsgesetz geregelt ist.

    Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 07.10.2015 / 1813 Tage alt

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