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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker Headerbild
25.09.2014 / 2263 Tage alt
Eingestellt von: upmove
[Legal Biken]  Die SPÖ Niederösterreich initiiert eine aktuell Stunde zum Thema Wegefreiheit für Mountainbiker.

Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker 1
Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker 2
Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker 2
Landtagsabgeordnete der SPÖ setzen sich für die Ausweitung der Wegefreiheit auch auf das Radfahren ein.
Speziell geht es um das Radfahren in der freien Natur.
Denn egal ob auf Agrarwegen oder im bewaldeten Flachland, Radfahren als erholungsuchende
Freizeitaktivität wird immer beliebter. Familien mit Kindern, oder sportorientierte Mountainbiker,
alle tummeln sich im Wald und dem darüber liegenden Bergland.
Eines haben diese Radfahrer gemeinsam, sie sind alle illegal unterwegs.

Heute spricht man nicht mehr von einer Randgruppe. Sondern von ca. 800.000 Mountainbiker in Österreich.
Das heißt, in Niederösterreich sind an die 160.000 Mountainbiker und viele Radfahrer auf Forststrassen - und Wegen unterwegs.



13:40 ist ersten Landtagsabgeordneten treffen im Sitzungsaal des Landtages zu Niederösterreich ein.

Zuerst läuft alles streng nach Protokoll. Mehrere Anträge werden zur Behandlung abgestimmt. Dann klärt der Vorsitzende die genauen Redezeiten pro Partei.








Aktuelle Stunde. Hier ein paar Auszüge aus den Reden der niederösterreichischen Landtagsabgeordneten zum Thema:

Antrag von „Wald- und Forstwege für Radfahren öffnen“


Abgeordnete Mag. Karin S c h e e l e (SPÖ) :

Radfahren ist nicht nur ein gesunder Sport sondern auch wichtig für den Tourismus. Gerade deshalb ist die Öffnung der Wald-und Forstwege das Gebot der Stunde. In unseren Nachbarländern ist dies längst gelebte und gesetzliche Realität. Das Mountainbiken hat sich von seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport entwickelt.

Fair Play ist wichtig, warum soll bei uns nicht funktionieren, was in der Schweiz, Italien und Deutschland funktioniert ?

Der Tourismus benötigt ebenfalls die Wegefreiheit für MTB. Das wäre ein Quantensprung für die Tourismusentwicklung.

Abgeordneter Karl B a d e r (ÖVP) :


Es geht um einen Fair Play im Wald. Sport und Fairness ist etwas was zusammengehört. Mountainbiken heißt Natur pur hautnah erleben. Der Wald hat viele Funktionen.. und ist ein vielfältiger Erholungsraum für uns Menschen. In der Waldcharter ist ein respektvoller Umgang miteinander festgeschrieben. Das Vertragsmodell ist weiter auszubauen es gibt bereits 6000 km MTB Wege in Niederösterreich. Es geht um ein Miteinander und nicht um Konfrontation. Mich stört das manche glauben auf Konfrontation setzen zu müssen. Bürgermeister von Nachbargemeinde Lilienfeld wird von jenen, die auch Demonstrationen veranstalten mit Hohn bedacht. Zitiert dann das Sprücherl das upmove Gründer Dietmar Gruber gepostet hat. Eure Eminenz…und so..wir wollen das Wegerl….“

Es ist leider das Problem, dass sich manche nicht an die Regel halten, ich sehe das selbst als Mountainbiker wo Kollegen abseits der offiziellen Strecken fahren….

Der Wald ist Erholung… aber auch ein wesentlicher Faktor für die Jagd. Förderungen von Forststrassen sind kein Argument für eine kostenlose Nutzung. Auch Skiliftanlagen die gefördert werden können nicht kostenlos genutzt werden.
Jene die sich nicht an die Regeln halten muss man in die Schranken weisen.

Abgeordneter Emmerich W e i d e r b a u e r (Grüne)


Radfahren ist ein Thema und ist In.
vor 30 Jahren wurden die Radwege entlang der Donau gebaut. Das war eine gute Sache. Die Tourismusbetriebe sind von Radfahren überschwemmt worden. Die Leute die damals gefahren sind kommen jetzt mit Ihren Enkelkindern. Und das Bedürfnis auch in der Wachau von den Radwegen auszuweichen in die Natur ist sehr groß. Das haben wir verschlafen, da haben wir noch Nachholbedarf. Lassen wir die Radfahrer ins Gelände fahren. Erwachsene Menschen werden die Gefahren des Sports erkennen vertrauen wir auf die Eigenverantwortung die Mountainbiker, sie werden auf den Wegen bleiben und sich mit anderen Nutzer arrangieren. Warum soll das Zusammenleben im Gelände nicht funktionieren.
Radfahren muss entkriminalisiert werden. Oder ist man der Meinung das kontrolliert fahrende Radfahrer mehr Schaden verursachen als Wanderer, Schwammerlsucher ….

Klubobmann Gottfried W a l d h ä u s l (FPÖ)


Das Ganze besteht aus mehreren Gruppen. Der Gruppe die Sport betreibt und aus verschiedenen Gründen Radfahren und daher die Natur auch überall genießen möchten. Es ist legitim und dich verstehe die Forderungen.
Dann gibt es die andere Gruppe. Es gibt Punkte die man klären muss um zu einer Einigung zu kommen. Die Letztforderung ist eine generelle Öffnung der Wege. Dies ist einer bundesweiten Lösung zuzuführen um Rechtssicherheit herbeizuführen und die Haftungsfrage zu klären.
Die Jagd, ich verstehe auch jene, die auch in Zahlen ausgedrückt eine große Personengruppe sind. Die im Einklang mit der Natur leben, Jagd ausüben. Die versuchen gemeinsam mit den Grundeigentümern möglichst wenig Schaden (Wildverbiß) anzurichten. Jetzt kommt eine andere Gruppe die dann diesen Wildverbiß wiederum erhöhen. Das muss dann wieder von der Jagd ausgebügelt werden.
Das höchste Gut in unserer Republik ist das Eigentum. Das heißt, man muss darauf achten, dass es nicht zu einer stillen Enteignung kommt. Ich weis es gibt viele in der SPÖ die Grundeigentümer verteufeln… und so tun wie wenn sie dieses Eigentum gestohlen hätten.
Der erste Schritt muss sein, dass die markierten Wege erweitert werden. Es kann nicht sein, dass die kleinen Bauern herhalten müssen. Aber die Bundesforste, Stifte, Wildgatter keinen Beitrag leisten. Warum können nicht die Radfahrer auch wie die Skifahrer akzeptieren, dass es markierte Wege gibt.

Wir wollen, dass alle Radfahrer dazu beitragen, dass der Tourismus in NÖ gestärkt werden.

Da hat es noch gar keine Radfahrer gegeben, waren Forst, Grundeigentum und Jagd schon da.

Abgeordnete Dr. Gabriele V o n G i m b o r n (Frank Stronach)

Reiter müssen für die Nutzung der Bundesforstwege bezahlen und eine Plakette mitführen. Da stellt sich schon die Frage warum die Biker die Forststrassen kostenlos nutzen sollen können. Es stellt sich natürlich auch die Frage der Haftung.
Selbst wenn der Grundeigentümer für die korrekte Beschilderung sorgt gibt es immer noch die Problematik der Haftung. Wenn ein Biker über einen Weg beispielsweise in ein gesperrtes Gebiet kommt und zu Schaden kommt kann es zu einer Haftung kommen.
Es sind leider nicht alle Biker in der Selbstverantwortung. Es kommt immer wieder zu Zwischenfällen wo Biker die Forstrasse hinunterrasen und nicht wissen was hinter der Kurve ist. Diese Konfrontationen sind teils sehr aggressiv und Familien mit Kindern müssen sich fürchten.


Abgeordnete Renate G r u b e r (SPÖ)

Mountainbike aus Sicht des Tourismus. Mountainbiken ist ein immenser Wirtschaftsfaktor für den Sportartikelhändler. Es gibt kaum einen Haushalt ohne Mountainbikes. Die Zahl nimmt stetig zu. Mit der momentanen Situation ist es oft schon Einheimischen unmöglich zu wissen wo man mit dem Rad fahren darf. Teilweise ist es nicht möglich von einem Ort zum anderen zu fahren ohne verbotene Wege, Strassen zu nutzen. Wie soll man da einem Touristen, einem Gast zumuten zu wissen wo er fahren darf. Eine Wegefreiheit würde nicht nur für Niederösterreicher ein urlauben in Niederösterreich mit dem Mountainbike ermöglichen, sondern auch unsere Gäste würden sich hier wohl führen.
Es gibt ja ausgewiesene Mountainbikerstrecken da sollen sie fahren, meinen viele. Erstens, es gibt zu wenige, andererseits wollen Grundbesitzer oft gar keine neuen freigeben. Es ist viel zu teuer offizielle MTB strecken zu errichten. Wie lange kann sich eine Gemeinde noch leisten Infrastruktur aufrecht zu halten wenn das Zeitfenster immer kleiner wird wo Tourismus stattfindet. Wir investieren viel in Liftanlagen warum nicht diese wie auch in Leogang für Biker nutzen. Mountainbiker könnten die Auslastung auch über das Jahr verteilt bringen.
Wir haben den Wald, das Naherholungsgebiet vor der Tür, aber kein Mountainbiker darf es eigentlich so benützen ohne das er immer wieder kriminalisiert wird.
Mountainbiker rasen, können sich nicht benehmen, sind gefährlich für Wanderer, schrecken das Wild auf. So ein Blödsinn ! In jeder Berufsgruppe in jeder Sportlergruppe gibt es einen verschwindend kleinen Anteil von sogn. schwarzen Schafe. Respekt und Hochhaltung vor der Natur muss selbstverständlich sein genau so wie die Einhaltung der Fair Play Regeln.
Wegefreiheit für Radfahrer, liebe Kollegen, gehen sie einen Stück des Weges mit uns. 160.000 Mountainbiker in Niederösterreich wollen sich in der Natur frei bewegen und entkriminalisiert werden.


Abgeordneter Dr. Martin M i c h a l i t s c h (ÖVP)

Mountainbike ist eine wunderbare Sportart, ich übe es auch selbst aus. Man kann schon jetzt toll mit dem Mountainbike in NÖ Urlaub machen.
Regionen Niederösterreichs sind unterschiedlich. Es gibt Gegenden, da kommt es nicht darauf an ob ein paar Mountainbiker mehr unterwegs sind. Beispielsweise aber in Mödling gibt es enorme Probleme, dort bedarf es einer Regelung, andererseits gibt es Regionen mit viel Wald und Jagd wie zum Beispiel Lilienfeld, auch dem muss man Rechnung tragen.
Wir wollen weiterhin den Weg von offiziellen MTB-Strecken weitergehen.
Haftung ist ein Problem, dann wenn es schwere Unfälle gibt ist es oft anders. Das kann ein großes Problem für beispielsweise junge Bauernfamilien werden.
Mountainbiker sind oft sehr forsch gegenüber Grundeigentümer und Förster. Solange der Ton von einigen Wenigen so ist… (Zwischenrufe aus dem Plenum, ja die schwarzen Schafe, wollen wir auch über die unter den Jägern sprechen )
Mountainbike ist eine akzeptierte Volkssportart.
Hoffe sehr das die heutige Debatte ein Beginn von allen Seiten ist, dieses Problem zu lösen.

Abgeordneter Herbert T h u m p s e r (SP)


Wenn ich die Debatten verfolge, dann könnte man meinen wir sind auf einem guten Weg. Aber der entscheidende Wille zur Wegefreiheit für Mountainbike fehlt. Selbstverständlich wissen wir auch, dass es schwarze Schafe gibt. Deshalb stellen wir aber auch nicht die Strassenverkehrsordnung in Frage nur weil einer mit 160 auf der Autobahn rast. Auch die Interessenvertretungen der Mountainbiker legen sich die Fair Play regeln auf. Gemeinsam können wir etwas tun, das Ziel muss die Wegefreiheit sein.
Lustig sind die Pressemeldungen der letzten Wochen. Vorher war es immer die Haftung, dann ist man zum Eigentum gekommen. Stille Enteignung?
Aber wenn sie sich mit der Haftung beschäftigt haben, dann wissen sie, dass dies lösbar ist. Im bayrischen Naturschutzgesetz ist dies ganz einfach und klar geregelt. Das kann für Niederösterreich übernommen werden.
Mountainbiken und Rollstuhlfahren ist dort auf geeigneten Wegen gestattet. Das heißt, hier geht es ausschließlich um Eigenverantwortung. Die Haftung für den Grundeigentümer wird dadurch von Beginn an ausgeschlossen.
Es ist nur ein kleiner Weg, wenn wir den Dialog führen und wir können die Wegefreiheit auch für Biker und Bikerinnen erreichen.


Das waren die verkürzten Wortmeldungen der Abgeordnet(innen) des Landtags. Die Einstellung der einzelnen Klubs ist nicht besonders überraschend. Überrascht hat aber, dass die Gegner der Wegefreiheit für MTB, hemmungslos die gleichen Argumente wählen um diese Wegefreiheit zu verhindern, wie diese am Jägerstammtisch fallen. Wohl wissend, dass diese allesamt falsch sind. Zuerst kommt immer, ja ich bin eh Mountanibker, Radfahren ist gesund, man muss etwas tun um auch den Mountainbiker als Gast zu gewinnen. Aber am Ende heißt es dann, nur auf Basis der vertraglichen Lösung, im Einklang mit Grundeigentümer und Jagd und Forst sei eine Ausweitung möglich.
Das kennen wir. Wenn es um diesen Konsens auch bei der Novellierung des Forstgesetzes 1975 gegangen wäre, dann dürften sich erholungsuchende Wanderer, … auch heute nicht frei im Wald bewegen.
Da hat, wenn man so will, auch eine stille Enteignung stattgefunden. Aber hat es irgend jemanden geschadet ? Genau so wenig würde es Schaden wenn diese Wegefreiheit auf Radfahren ausgeweitet werden würde.

Die SPÖ hat sich bei dieser aktuellen Stunde für Mountainbiker stark gemacht. Nach Anhörung der Wortmeldungen war aber klar, dass es zu keiner gemeinsamen Resolution über die „Wegefreiheit für MTB“ kommen wird. ÖVP, FPÖ und Team Stronach stimmte dagegen, SPÖ und Grüne dafür.
Wir sehen unsere Aufgabe auch weiterhin darin, politische Kräfte, die sich für Mountainbiker einsetzen, in der Argumentation zu unterstützen und anders Denkende langsam aber behutsam zu einer Meinungsänderung zu bewegen. Bei der SPÖ und den Grünen Niederösterreichs möchten wir uns für das Engagement bedanken.


Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker Rubrik , Autor: upmove Aktuell News über Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker, , Autor: upmove Du suchst Informationen über Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Die SPÖ Niederösterreich initiiert eine aktuell Stunde zum Thema Wegefreiheit für Mountainbiker. Legal Biken Magazin: Niederösterreichischer Landtag debattiert über Mountainbiker
Landtagsabgeordnete der SPÖ setzen sich für die Ausweitung der Wegefreiheit auch auf das Radfahren ein. Speziell geht es um das Radfahren in der freien Natur. Denn egal ob auf Agrarwegen oder im bewaldeten Flachland, Radfahren als erholungsuchende Freizeitaktivität wird immer beliebter. Familien mit Kindern, oder sportorientierte Mountainbiker, alle tummeln sich im Wald und dem darüber liegenden Bergland. Eines haben diese Radfahrer gemeinsam, sie sind alle illegal unterwegs. Heute spricht man nicht mehr von einer Randgruppe. Sondern von ca. 800.000 Mountainbiker in Österreich. Das heißt, in Niederösterreich sind an die 160.000 Mountainbiker und viele Radfahrer auf Forststrassen - und Wegen unterwegs. 13:40 ist ersten Landtagsabgeordneten treffen im Sitzungsaal des Landtages zu Niederösterreich ein. Zuerst läuft alles streng nach Protokoll. Mehrere Anträge werden zur Behandlung abgestimmt. Dann klärt der Vorsitzende die genauen Redezeiten pro Partei. Aktuelle Stunde. Hier ein paar Auszüge aus den Reden der niederösterreichischen Landtagsabgeordneten zum Thema: Antrag von „Wald- und Forstwege für Radfahren öffnen“ Abgeordnete Mag. Karin S c h e e l e (SPÖ) : Radfahren ist nicht nur ein gesunder Sport sondern auch wichtig für den Tourismus. Gerade deshalb ist die Öffnung der Wald-und Forstwege das Gebot der Stunde. In unseren Nachbarländern ist dies längst gelebte und gesetzliche Realität. Das Mountainbiken hat sich von seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport entwickelt. Fair Play ist wichtig, warum soll bei uns nicht funktionieren, was in der Schweiz, Italien und Deutschland funktioniert ? Der Tourismus benötigt ebenfalls die Wegefreiheit für MTB. Das wäre ein Quantensprung für die Tourismusentwicklung. Abgeordneter Karl B a d e r (ÖVP) : Es geht um einen Fair Play im Wald. Sport und Fairness ist etwas was zusammengehört. Mountainbiken heißt Natur pur hautnah erleben. Der Wald hat viele Funktionen.. und ist ein vielfältiger Erholungsraum für uns Menschen. In der Waldcharter ist ein respektvoller Umgang miteinander festgeschrieben. Das Vertragsmodell ist weiter auszubauen es gibt bereits 6000 km MTB Wege in Niederösterreich. Es geht um ein Miteinander und nicht um Konfrontation. Mich stört das manche glauben auf Konfrontation setzen zu müssen. Bürgermeister von Nachbargemeinde Lilienfeld wird von jenen, die auch Demonstrationen veranstalten mit Hohn bedacht. Zitiert dann das Sprücherl das upmove Gründer Dietmar Gruber gepostet hat. Eure Eminenz…und so..wir wollen das Wegerl….“ Es ist leider das Problem, dass sich manche nicht an die Regel halten, ich sehe das selbst als Mountainbiker wo Kollegen abseits der offiziellen Strecken fahren…. Der Wald ist Erholung… aber auch ein wesentlicher Faktor für die Jagd. Förderungen von Forststrassen sind kein Argument für eine kostenlose Nutzung. Auch Skiliftanlagen die gefördert werden können nicht kostenlos genutzt werden. Jene die sich nicht an die Regeln halten muss man in die Schranken weisen. Abgeordneter Emmerich W e i d e r b a u e r (Grüne) Radfahren ist ein Thema und ist In. vor 30 Jahren wurden die Radwege entlang der Donau gebaut. Das war eine gute Sache. Die Tourismusbetriebe sind von Radfahren überschwemmt worden. Die Leute die damals gefahren sind kommen jetzt mit Ihren Enkelkindern. Und das Bedürfnis auch in der Wachau von den Radwegen auszuweichen in die Natur ist sehr groß. Das haben wir verschlafen, da haben wir noch Nachholbedarf. Lassen wir die Radfahrer ins Gelände fahren. Erwachsene Menschen werden die Gefahren des Sports erkennen vertrauen wir auf die Eigenverantwortung die Mountainbiker, sie werden auf den Wegen bleiben und sich mit anderen Nutzer arrangieren. Warum soll das Zusammenleben im Gelände nicht funktionieren. Radfahren muss entkriminalisiert werden. Oder ist man der Meinung das kontrolliert fahrende Radfahrer mehr Schaden verursachen als Wanderer, Schwammerlsucher …. Klubobmann Gottfried W a l d h ä u s l (FPÖ) Das Ganze besteht aus mehreren Gruppen. Der Gruppe die Sport betreibt und aus verschiedenen Gründen Radfahren und daher die Natur auch überall genießen möchten. Es ist legitim und dich verstehe die Forderungen. Dann gibt es die andere Gruppe. Es gibt Punkte die man klären muss um zu einer Einigung zu kommen. Die Letztforderung ist eine generelle Öffnung der Wege. Dies ist einer bundesweiten Lösung zuzuführen um Rechtssicherheit herbeizuführen und die Haftungsfrage zu klären. Die Jagd, ich verstehe auch jene, die auch in Zahlen ausgedrückt eine große Personengruppe sind. Die im Einklang mit der Natur leben, Jagd ausüben. Die versuchen gemeinsam mit den Grundeigentümern möglichst wenig Schaden (Wildverbiß) anzurichten. Jetzt kommt eine andere Gruppe die dann diesen Wildverbiß wiederum erhöhen. Das muss dann wieder von der Jagd ausgebügelt werden. Das höchste Gut in unserer Republik ist das Eigentum. Das heißt, man muss darauf achten, dass es nicht zu einer stillen Enteignung kommt. Ich weis es gibt viele in der SPÖ die Grundeigentümer verteufeln… und so tun wie wenn sie dieses Eigentum gestohlen hätten. Der erste Schritt muss sein, dass die markierten Wege erweitert werden. Es kann nicht sein, dass die kleinen Bauern herhalten müssen. Aber die Bundesforste, Stifte, Wildgatter keinen Beitrag leisten. Warum können nicht die Radfahrer auch wie die Skifahrer akzeptieren, dass es markierte Wege gibt. Wir wollen, dass alle Radfahrer dazu beitragen, dass der Tourismus in NÖ gestärkt werden. Da hat es noch gar keine Radfahrer gegeben, waren Forst, Grundeigentum und Jagd schon da. Abgeordnete Dr. Gabriele V o n G i m b o r n (Frank Stronach) Reiter müssen für die Nutzung der Bundesforstwege bezahlen und eine Plakette mitführen. Da stellt sich schon die Frage warum die Biker die Forststrassen kostenlos nutzen sollen können. Es stellt sich natürlich auch die Frage der Haftung. Selbst wenn der Grundeigentümer für die korrekte Beschilderung sorgt gibt es immer noch die Problematik der Haftung. Wenn ein Biker über einen Weg beispielsweise in ein gesperrtes Gebiet kommt und zu Schaden kommt kann es zu einer Haftung kommen. Es sind leider nicht alle Biker in der Selbstverantwortung. Es kommt immer wieder zu Zwischenfällen wo Biker die Forstrasse hinunterrasen und nicht wissen was hinter der Kurve ist. Diese Konfrontationen sind teils sehr aggressiv und Familien mit Kindern müssen sich fürchten. Abgeordnete Renate G r u b e r (SPÖ) Mountainbike aus Sicht des Tourismus. Mountainbiken ist ein immenser Wirtschaftsfaktor für den Sportartikelhändler. Es gibt kaum einen Haushalt ohne Mountainbikes. Die Zahl nimmt stetig zu. Mit der momentanen Situation ist es oft schon Einheimischen unmöglich zu wissen wo man mit dem Rad fahren darf. Teilweise ist es nicht möglich von einem Ort zum anderen zu fahren ohne verbotene Wege, Strassen zu nutzen. Wie soll man da einem Touristen, einem Gast zumuten zu wissen wo er fahren darf. Eine Wegefreiheit würde nicht nur für Niederösterreicher ein urlauben in Niederösterreich mit dem Mountainbike ermöglichen, sondern auch unsere Gäste würden sich hier wohl führen. Es gibt ja ausgewiesene Mountainbikerstrecken da sollen sie fahren, meinen viele. Erstens, es gibt zu wenige, andererseits wollen Grundbesitzer oft gar keine neuen freigeben. Es ist viel zu teuer offizielle MTB strecken zu errichten. Wie lange kann sich eine Gemeinde noch leisten Infrastruktur aufrecht zu halten wenn das Zeitfenster immer kleiner wird wo Tourismus stattfindet. Wir investieren viel in Liftanlagen warum nicht diese wie auch in Leogang für Biker nutzen. Mountainbiker könnten die Auslastung auch über das Jahr verteilt bringen. Wir haben den Wald, das Naherholungsgebiet vor der Tür, aber kein Mountainbiker darf es eigentlich so benützen ohne das er immer wieder kriminalisiert wird. Mountainbiker rasen, können sich nicht benehmen, sind gefährlich für Wanderer, schrecken das Wild auf. So ein Blödsinn ! In jeder Berufsgruppe in jeder Sportlergruppe gibt es einen verschwindend kleinen Anteil von sogn. schwarzen Schafe. Respekt und Hochhaltung vor der Natur muss selbstverständlich sein genau so wie die Einhaltung der Fair Play Regeln. Wegefreiheit für Radfahrer, liebe Kollegen, gehen sie einen Stück des Weges mit uns. 160.000 Mountainbiker in Niederösterreich wollen sich in der Natur frei bewegen und entkriminalisiert werden. Abgeordneter Dr. Martin M i c h a l i t s c h (ÖVP) Mountainbike ist eine wunderbare Sportart, ich übe es auch selbst aus. Man kann schon jetzt toll mit dem Mountainbike in NÖ Urlaub machen. Regionen Niederösterreichs sind unterschiedlich. Es gibt Gegenden, da kommt es nicht darauf an ob ein paar Mountainbiker mehr unterwegs sind. Beispielsweise aber in Mödling gibt es enorme Probleme, dort bedarf es einer Regelung, andererseits gibt es Regionen mit viel Wald und Jagd wie zum Beispiel Lilienfeld, auch dem muss man Rechnung tragen. Wir wollen weiterhin den Weg von offiziellen MTB-Strecken weitergehen. Haftung ist ein Problem, dann wenn es schwere Unfälle gibt ist es oft anders. Das kann ein großes Problem für beispielsweise junge Bauernfamilien werden. Mountainbiker sind oft sehr forsch gegenüber Grundeigentümer und Förster. Solange der Ton von einigen Wenigen so ist… (Zwischenrufe aus dem Plenum, ja die schwarzen Schafe, wollen wir auch über die unter den Jägern sprechen ) Mountainbike ist eine akzeptierte Volkssportart. Hoffe sehr das die heutige Debatte ein Beginn von allen Seiten ist, dieses Problem zu lösen. Abgeordneter Herbert T h u m p s e r (SP) Wenn ich die Debatten verfolge, dann könnte man meinen wir sind auf einem guten Weg. Aber der entscheidende Wille zur Wegefreiheit für Mountainbike fehlt. Selbstverständlich wissen wir auch, dass es schwarze Schafe gibt. Deshalb stellen wir aber auch nicht die Strassenverkehrsordnung in Frage nur weil einer mit 160 auf der Autobahn rast. Auch die Interessenvertretungen der Mountainbiker legen sich die Fair Play regeln auf. Gemeinsam können wir etwas tun, das Ziel muss die Wegefreiheit sein. Lustig sind die Pressemeldungen der letzten Wochen. Vorher war es immer die Haftung, dann ist man zum Eigentum gekommen. Stille Enteignung? Aber wenn sie sich mit der Haftung beschäftigt haben, dann wissen sie, dass dies lösbar ist. Im bayrischen Naturschutzgesetz ist dies ganz einfach und klar geregelt. Das kann für Niederösterreich übernommen werden. Mountainbiken und Rollstuhlfahren ist dort auf geeigneten Wegen gestattet. Das heißt, hier geht es ausschließlich um Eigenverantwortung. Die Haftung für den Grundeigentümer wird dadurch von Beginn an ausgeschlossen. Es ist nur ein kleiner Weg, wenn wir den Dialog führen und wir können die Wegefreiheit auch für Biker und Bikerinnen erreichen. Das waren die verkürzten Wortmeldungen der Abgeordnet(innen) des Landtags. Die Einstellung der einzelnen Klubs ist nicht besonders überraschend. Überrascht hat aber, dass die Gegner der Wegefreiheit für MTB, hemmungslos die gleichen Argumente wählen um diese Wegefreiheit zu verhindern, wie diese am Jägerstammtisch fallen. Wohl wissend, dass diese allesamt falsch sind. Zuerst kommt immer, ja ich bin eh Mountanibker, Radfahren ist gesund, man muss etwas tun um auch den Mountainbiker als Gast zu gewinnen. Aber am Ende heißt es dann, nur auf Basis der vertraglichen Lösung, im Einklang mit Grundeigentümer und Jagd und Forst sei eine Ausweitung möglich. Das kennen wir. Wenn es um diesen Konsens auch bei der Novellierung des Forstgesetzes 1975 gegangen wäre, dann dürften sich erholungsuchende Wanderer, … auch heute nicht frei im Wald bewegen. Da hat, wenn man so will, auch eine stille Enteignung stattgefunden. Aber hat es irgend jemanden geschadet ? Genau so wenig würde es Schaden wenn diese Wegefreiheit auf Radfahren ausgeweitet werden würde. Die SPÖ hat sich bei dieser aktuellen Stunde für Mountainbiker stark gemacht. Nach Anhörung der Wortmeldungen war aber klar, dass es zu keiner gemeinsamen Resolution über die „Wegefreiheit für MTB“ kommen wird. ÖVP, FPÖ und Team Stronach stimmte dagegen, SPÖ und Grüne dafür. Wir sehen unsere Aufgabe auch weiterhin darin, politische Kräfte, die sich für Mountainbiker einsetzen, in der Argumentation zu unterstützen und anders Denkende langsam aber behutsam zu einer Meinungsänderung zu bewegen. Bei der SPÖ und den Grünen Niederösterreichs möchten wir uns für das Engagement bedanken.
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