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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Wenn der Jägermeister spricht Headerbild
12.03.2014 / 2460 Tage alt
Eingestellt von: upmove
[Legal Biken]  Die NÖN stellte die Frage ‘Soll man die Wälder für Mountainbiker öffnen?’. (Gemeint waren hoffentlich die Wege im Wald).
Man kann darauf mit ‘Ja’und ‘Nein’ antworten.

Der Landesjägermeister von NÖ, Josef Pröll meinte: ‘Nein’.
Netterweise begründete er seine Meinung für uns alle. Allerdings häufen sich hier beim genaueren lesen viele Fragen und kleine Ungereimtheiten:


“Unsere Wälder sind für Wanderer, Jogger und Spaziergeher ganzjährig offen.”

Von welchen Wäldern spricht der Landesjägermeister mit ‘unseren Wäldern’? Die Wälder die den Niederösterreichischen Jägern gehören, oder alle Wälder Niederösterreichs? Und ausserdem steht das sowieso ausser Diskussion. Vergessen hat er vielleicht die Skitourengeher?

“Für Biker gibt es ein dichtes Wegenetz, das von den Eigentümern bereitgestellt wird.”

Ja für Biker gibt es ein dichtes Wegenetz. Jede Forststraße, jeder Wanderweg ist ein potentieller Bikeweg. Die braucht niemand bereitstellen. Die sind einfach da!

Wenn aber die Forstautobahnen und Asphaltstrassen gemeint sind, die mit einem Schildchen gekennzeichnet sind, auf dem ein Bike aufgedruckt ist, so ist das ‘dichte Wegenetz’ eine Verhöhnung, und für Mountainbiker völlig ungeeignet!

“Auf solchen Radwegen ist der Mountainbiker willkommen.”

Wenn Erstere gemeint wären: Super! Wären da die Zweiteren gemeint, so trübe sich bei bikenden Lesern schön langsam das Gemüt.

“Auch wenn das einigen schwerfällt: Wer im Wald schneller als zu Fuß unterwegs sein will, muss vorher fragen.”

Okay! Prinzipel gute Nachrichten, mit 20/30 km/h kommen die meisten Biker locker aus. Aber ich hab noch keinen Schifahrer um Erlaubnis fragen gesehen wenn er mit deutlich höherem Tempo durch den Wald rauscht. Und mir ist neu, dass man das ‘Muss’.

“Der Wald ist für den Eigentümer Produktionsstätte für Holz und Wasserspeicher, für den Forstmann & Jäger Arbeitsplatz, für Wanderer ist er Erholungsraum und für heimische Wildtiere ist er Wohnung.”

Der Wald ist Produktionsstätte: Das heißt 60 Jahre wachsen lassen, dann mit Harvester, Dynamit, Seilwinden, Motorsägen und Sattelsschlepper in 2-3 Monaten ernten. Aus dieser Sicht kann man doch die Forstrassen und Wege in den 60 Jahren des wachsens zum Radfahren nutzen? Was Unterscheidet hier den Biker vom Wanderer? Beide sind Erholungssuchende.

Der Wald ist Wasserspeicher: Was hat das mit Mountainbiken zu tun? Was Unterscheidet hier den Biker vom Wanderer?

Der Wald ist Arbeitsplatz für den Forstmann: Was hat das mit Mountainbiken zu tun? Was Unterscheidet hier den Biker vom Wanderer?

Der Wald ist Erholungsraum für Wanderer:
Ja, auch für Jogger, Spaziergänger, Schitourengeher und Mountainbiker! Außerdem natürlich auch für Rollstuhlfahrer, Hr. Jägermeister! Die sind nämlich auch ausgeschlossen!

Der Wald ist die Wohnung des Wildes: Ist mit ‘Wild’ das mit Kraftfutter hochgemästete, horntragende Schalenwild gemeint welches fast auschließlich durch eine Gewehrkugel das zeitliche segnet? Dann wäre Stall und Schlachthaus die angemessenere Beschreibung.

“Über die ausreichend freigegebenen Mountainbikerouten hinaus kann der Wald nicht noch mehr zum Sportplatz werden – dazu ist er für unsere Gesellschaft, für das Wild und für den Naturhaushalt einfach zu wertvoll!”

Mountainbiker wollen keinen Sportplatz im Wald. Sie wollen vorhandene Wege, die über Jahrhunderte entstanden sind um mit Ochsenkarren die Almen zu versorgen, Bergbau zu betreiben und Holz zu bringen einfach mit dem Rad befahren. Dabei wird des Waldes Wert für die Gesellschaft, zu der auch wir Mountainbiker gehören, nicht gemindert. Und der übliche Tod des ‘Wildes’ kommt genau von diesen Wegen aus der Mündung der Gewehre der Jäger, die genauso wie die Mountainbiker hier ihrem Hobby nachgehen.
Wenn wir von ‘Naturhaushalt’ reden, dann ist das Radfahren im Vergleich zur Holzbringung, zum Forststraßenbau und (Jagd-)autoverkehr bedeutungslos.


Hier der NÖN Bericht.


Text: SteigGeist


Wenn der Jägermeister spricht Rubrik , Autor: upmove Aktuell News über Wenn der Jägermeister spricht, , Autor: upmove Du suchst Informationen über Wenn der Jägermeister spricht dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Die NÖN stellte die Frage ‘Soll man die Wälder für Mountainbiker öffnen?’. (Gemeint waren hoffentlich die Wege im Wald). Legal Biken Magazin: Wenn der Jägermeister spricht
Man kann darauf mit ‘Ja’und ‘Nein’ antworten. Der Landesjägermeister von NÖ, Josef Pröll meinte: ‘Nein’. Netterweise begründete er seine Meinung für uns alle. Allerdings häufen sich hier beim genaueren lesen viele Fragen und kleine Ungereimtheiten: “Unsere Wälder sind für Wanderer, Jogger und Spaziergeher ganzjährig offen.” Von welchen Wäldern spricht der Landesjägermeister mit ‘unseren Wäldern’? Die Wälder die den Niederösterreichischen Jägern gehören, oder alle Wälder Niederösterreichs? Und ausserdem steht das sowieso ausser Diskussion. Vergessen hat er vielleicht die Skitourengeher? “Für Biker gibt es ein dichtes Wegenetz, das von den Eigentümern bereitgestellt wird.” Ja für Biker gibt es ein dichtes Wegenetz. Jede Forststraße, jeder Wanderweg ist ein potentieller Bikeweg. Die braucht niemand bereitstellen. Die sind einfach da! Wenn aber die Forstautobahnen und Asphaltstrassen gemeint sind, die mit einem Schildchen gekennzeichnet sind, auf dem ein Bike aufgedruckt ist, so ist das ‘dichte Wegenetz’ eine Verhöhnung, und für Mountainbiker völlig ungeeignet! “Auf solchen Radwegen ist der Mountainbiker willkommen.” Wenn Erstere gemeint wären: Super! Wären da die Zweiteren gemeint, so trübe sich bei bikenden Lesern schön langsam das Gemüt. “Auch wenn das einigen schwerfällt: Wer im Wald schneller als zu Fuß unterwegs sein will, muss vorher fragen.” Okay! Prinzipel gute Nachrichten, mit 20/30 km/h kommen die meisten Biker locker aus. Aber ich hab noch keinen Schifahrer um Erlaubnis fragen gesehen wenn er mit deutlich höherem Tempo durch den Wald rauscht. Und mir ist neu, dass man das ‘Muss’. “Der Wald ist für den Eigentümer Produktionsstätte für Holz und Wasserspeicher, für den Forstmann & Jäger Arbeitsplatz, für Wanderer ist er Erholungsraum und für heimische Wildtiere ist er Wohnung.” Der Wald ist Produktionsstätte: Das heißt 60 Jahre wachsen lassen, dann mit Harvester, Dynamit, Seilwinden, Motorsägen und Sattelsschlepper in 2-3 Monaten ernten. Aus dieser Sicht kann man doch die Forstrassen und Wege in den 60 Jahren des wachsens zum Radfahren nutzen? Was Unterscheidet hier den Biker vom Wanderer? Beide sind Erholungssuchende. Der Wald ist Wasserspeicher: Was hat das mit Mountainbiken zu tun? Was Unterscheidet hier den Biker vom Wanderer? Der Wald ist Arbeitsplatz für den Forstmann: Was hat das mit Mountainbiken zu tun? Was Unterscheidet hier den Biker vom Wanderer? Der Wald ist Erholungsraum für Wanderer: Ja, auch für Jogger, Spaziergänger, Schitourengeher und Mountainbiker! Außerdem natürlich auch für Rollstuhlfahrer, Hr. Jägermeister! Die sind nämlich auch ausgeschlossen! Der Wald ist die Wohnung des Wildes: Ist mit ‘Wild’ das mit Kraftfutter hochgemästete, horntragende Schalenwild gemeint welches fast auschließlich durch eine Gewehrkugel das zeitliche segnet? Dann wäre Stall und Schlachthaus die angemessenere Beschreibung. “Über die ausreichend freigegebenen Mountainbikerouten hinaus kann der Wald nicht noch mehr zum Sportplatz werden – dazu ist er für unsere Gesellschaft, für das Wild und für den Naturhaushalt einfach zu wertvoll!” Mountainbiker wollen keinen Sportplatz im Wald. Sie wollen vorhandene Wege, die über Jahrhunderte entstanden sind um mit Ochsenkarren die Almen zu versorgen, Bergbau zu betreiben und Holz zu bringen einfach mit dem Rad befahren. Dabei wird des Waldes Wert für die Gesellschaft, zu der auch wir Mountainbiker gehören, nicht gemindert. Und der übliche Tod des ‘Wildes’ kommt genau von diesen Wegen aus der Mündung der Gewehre der Jäger, die genauso wie die Mountainbiker hier ihrem Hobby nachgehen. Wenn wir von ‘Naturhaushalt’ reden, dann ist das Radfahren im Vergleich zur Holzbringung, zum Forststraßenbau und (Jagd-)autoverkehr bedeutungslos. Hier der NÖN Bericht.
Text: SteigGeist
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