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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Unser erstes Mal ! Headerbild
14.09.2014 / 2229 Tage alt
Eingestellt von: seweazel
[Legal Biken]  Am 8.September zu Maria Geburt war es so weit. Unsere erste Trutzpartie fand statt.

Autor: Rene Sendlhofer, bikefex
Wanderer tragen das Banner
Wanderer tragen das Banner
Schon Tage zuvor spürte man die Nervosität und die Aufregung war uns ins Gesicht geschrieben wenn wir über “unseren großen Schritt” sprachen. Mit Gänsehaut Feeling und einem Prickeln am ganzen Körper erwarteten wir den Tag, an dem es endlich passieren sollte … Unsere erste Trutzpartie!

Wenn es hierfür in Österreich einen geeigneten Ort für diese Protestaktion gibt, dann ist es wohl in Lilienfeld am Muckenkogel. Kein Katzensprung für manche, dennoch sammelten sich mehr als 50 naturliebende Mountainbiker an der Talstation der Bergbahnen Lilienfeld.

Die Erwartungen waren riesig, das Abenteuergefühl neue Wege zu gehen und für UNSEREN Sport auf friedliche Art und Weise zu kämpfen sowie bestimmt auch manche Sensationslust war bereits vor dem Start der Tour deutlich zu spüren.

Was erwartet uns heute? Wird die Polizei dabei sein? Werden wir mit faulen Tomaten beschossen? Was werden wir bei der Almmesse erleben? Werden wir freundlich empfangen?

Viele Fragezeichen vor einem historischen Moment. Und dann ging´s los, das Abenteuer Trutzpartie konnte beginnen. Die ersten Ziele waren das Stift Lilienfeld wo alle Teilnehmer nochmals herzlich begrüßt wurden und informative Worte über den Vorfall vor genau einem Jahr gesprochen wurden. Gemeinsam begaben wir uns nun zum Gemeindeamt des Ortes und Dietmar schickte UNSERE Botschaft in Form eines Briefes ans Ministerium. Hier in Lilienfeld hat es begonnen und soll es auch wieder enden.

Unter ständiger Begleitung des ORF wurden die 50 Biker, alle bester Laune und Stimmung, auf ihrer Tour bis zum “Grünen Tor” gefilmt und interviewed. Bis kurz vor dieses Tor, welches mit einem großen Fahrverbotsschild verziert ist und speziell für diese Trutzpartie mit weiteren äußerst unkreativen Tafeln eingekleidet wurde, DURFTEN wir die Strecke fahrend bewältigen. Nun war schieben angesagt, denn ein Befahren der Forststraße auf den Muckenkogel ist wie allseits bekannt nicht erlaubt.

Nach kurzer Pause, vielen Fotos und der demonstrativen Überwindung des Grünen Tors ging es schiebend oder tragend Richtung Gipfel. Das überaus hohe Tor erinnerte weniger an einen Schranken als an die Eingangspforte in Jurassic Park - um sein Rad hier über das Tor zu hieven war einiges an Kraftaufwand nötig und die Wahl eines Carbon-Bikes stand nicht mehr zur Debatte *g*

Im gemütlichen Tempo windete sich die Biker-Schlange gen Gipfel. Geschichten und Erlebnisse wurden ausgetauscht und es war wohl kaum jemand dabei, der nicht schon einmal die Absurdität unserer Gesetzeslage am eigenen Leib verspüren musste. Selbst die zahlreichen Wanderer, die uns schon beim Aufstieg begegneten, mussten kopfschüttelnd lachen. Nicht über die Tatsache, dass 50 konditionsstarke Biker ihre Räder auf der mäßig steilen Forststraße schoben, sondern vielmehr darüber, dass es ihnen verboten ist, dem eigentlichen Zweck des Rades zu dienen.

Bis zu diesem Zeitpunkt stießen wir auf keinerlei Widerstand oder unfreundliche Worte. Und gerade als die Spannung und Aufregung etwas nachließen, kamen wir zur Lilienfelderhütte. Die Wirtin, stets Pro-Mountainbike, hat schon Wochen zuvor angekündigt, die Demonstration tatkräftig mit einem speziellen Biker-Menü und einer Wegzehrung zu unterstützen. Grund genug, das mitgebrachte Transparent erneut zu hissen und gemeinsam dort aufzumarschieren. Voller Freude und Freundlichkeit über die 50 seltsamen Gestalten gab es hier die erste flüssige Stärkung in Form von Hopfensirup g’spritzt.

Das Ziel, die Klosteralm und die Feier anlässlich der Bergmesse des Stiftes Lilienfeld, war allerdings noch eine gute halbe Stunde Fußmarsch entfernt. So zog die gerade etwas dickbäuchiger gewordene Schlange weiter, an den Ort, wo vor exakt einem Jahr die 4 Biker vom Grundpächter Dr. Gürtler geklagt wurden. Nun war sie wieder da, die Anspannung, das Kribbeln und die Ungewissheit, was uns am “Tatort” erwarten wird.

Mit gehobener Fahne und großen Schrittes ging es weiter bis wir an der sehr gut besuchten Almmesse angelangt sind. Die Frage, ob hier alle nur wegen der Predigt gekommen sind oder sich manche auch auf einen sensationsgeilen Schlagabtausch - in Worten selbstverständlich - freuen sei an dieser Stelle einfach in den Raum gestellt.

Doch nichts geschah … nichts Negatives zumindest. Eine außerordentlich freundliche Begrüßung durch den Wirt mit der einzigen Bitte, die Räder außerhalb der Alm stehen zu lassen, weil er sonst aus allen Nähten platzt, sowie 2 Kellner die unsere trockenen Kehlen mit Flüssigem versorgten. Nach netten Gesprächen mit dem Bürgermeister, dem Prius und vielen anderen Besuchern der Almmesse fragten wir uns, wo denn hier eigentlich das Problem mit den Bikern sei?

Positiv überrascht über all die emotionalen Worte von Jung und Alt, welche sich auch immer gerne mit unserem Transparent und den Bikes ablichten ließen - ganz im Sinne von “Gemeinsam am Weg” - ließen wir den Tag etwas weiter unten bei der Lilienfelderhütte mit guten Gesprächen sowie Ideen für die nächsten Events ausklingen.

Nach so vielen freundlichen und positiven Begegnungen ist es mir ein Rätsel, wie ein einziger Mensch, eine gesamte Region und einen naturverbundenen Sport als “die Wurzel allen Übels” in ein dermaßen schlechtes Licht rücken kann.

Oder hat uns Herr Gürtler damit eigentlich einen großen Gefallen getan?


Anmerkung Redaktion:

Nicht nur die Trutzaktion am Muckenkogel war für uns und Rene das erste Mal. Für Rene ist auch dieser Artikel das erste Mal gewesen. Hoffentlich lesen wir bald wieder von Ihm.
Mehr zur Rene Sendlhofer
Unser erstes Mal ! Rubrik , Autor: seweazel Aktuell News über Unser erstes Mal !, , Autor: seweazel Du suchst Informationen über Unser erstes Mal ! dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Am 8.September zu Maria Geburt war es so weit. Unsere erste Trutzpartie fand statt. Legal Biken Magazin: Unser erstes Mal !
Schon Tage zuvor spürte man die Nervosität und die Aufregung war uns ins Gesicht geschrieben wenn wir über “unseren großen Schritt” sprachen. Mit Gänsehaut Feeling und einem Prickeln am ganzen Körper erwarteten wir den Tag, an dem es endlich passieren sollte … Unsere erste Trutzpartie! Wenn es hierfür in Österreich einen geeigneten Ort für diese Protestaktion gibt, dann ist es wohl in Lilienfeld am Muckenkogel. Kein Katzensprung für manche, dennoch sammelten sich mehr als 50 naturliebende Mountainbiker an der Talstation der Bergbahnen Lilienfeld. Die Erwartungen waren riesig, das Abenteuergefühl neue Wege zu gehen und für UNSEREN Sport auf friedliche Art und Weise zu kämpfen sowie bestimmt auch manche Sensationslust war bereits vor dem Start der Tour deutlich zu spüren. Was erwartet uns heute? Wird die Polizei dabei sein? Werden wir mit faulen Tomaten beschossen? Was werden wir bei der Almmesse erleben? Werden wir freundlich empfangen? Viele Fragezeichen vor einem historischen Moment. Und dann ging´s los, das Abenteuer Trutzpartie konnte beginnen. Die ersten Ziele waren das Stift Lilienfeld wo alle Teilnehmer nochmals herzlich begrüßt wurden und informative Worte über den Vorfall vor genau einem Jahr gesprochen wurden. Gemeinsam begaben wir uns nun zum Gemeindeamt des Ortes und Dietmar schickte UNSERE Botschaft in Form eines Briefes ans Ministerium. Hier in Lilienfeld hat es begonnen und soll es auch wieder enden. Unter ständiger Begleitung des ORF wurden die 50 Biker, alle bester Laune und Stimmung, auf ihrer Tour bis zum “Grünen Tor” gefilmt und interviewed. Bis kurz vor dieses Tor, welches mit einem großen Fahrverbotsschild verziert ist und speziell für diese Trutzpartie mit weiteren äußerst unkreativen Tafeln eingekleidet wurde, DURFTEN wir die Strecke fahrend bewältigen. Nun war schieben angesagt, denn ein Befahren der Forststraße auf den Muckenkogel ist wie allseits bekannt nicht erlaubt. Nach kurzer Pause, vielen Fotos und der demonstrativen Überwindung des Grünen Tors ging es schiebend oder tragend Richtung Gipfel. Das überaus hohe Tor erinnerte weniger an einen Schranken als an die Eingangspforte in Jurassic Park - um sein Rad hier über das Tor zu hieven war einiges an Kraftaufwand nötig und die Wahl eines Carbon-Bikes stand nicht mehr zur Debatte *g* Im gemütlichen Tempo windete sich die Biker-Schlange gen Gipfel. Geschichten und Erlebnisse wurden ausgetauscht und es war wohl kaum jemand dabei, der nicht schon einmal die Absurdität unserer Gesetzeslage am eigenen Leib verspüren musste. Selbst die zahlreichen Wanderer, die uns schon beim Aufstieg begegneten, mussten kopfschüttelnd lachen. Nicht über die Tatsache, dass 50 konditionsstarke Biker ihre Räder auf der mäßig steilen Forststraße schoben, sondern vielmehr darüber, dass es ihnen verboten ist, dem eigentlichen Zweck des Rades zu dienen. Bis zu diesem Zeitpunkt stießen wir auf keinerlei Widerstand oder unfreundliche Worte. Und gerade als die Spannung und Aufregung etwas nachließen, kamen wir zur Lilienfelderhütte. Die Wirtin, stets Pro-Mountainbike, hat schon Wochen zuvor angekündigt, die Demonstration tatkräftig mit einem speziellen Biker-Menü und einer Wegzehrung zu unterstützen. Grund genug, das mitgebrachte Transparent erneut zu hissen und gemeinsam dort aufzumarschieren. Voller Freude und Freundlichkeit über die 50 seltsamen Gestalten gab es hier die erste flüssige Stärkung in Form von Hopfensirup g’spritzt. Das Ziel, die Klosteralm und die Feier anlässlich der Bergmesse des Stiftes Lilienfeld, war allerdings noch eine gute halbe Stunde Fußmarsch entfernt. So zog die gerade etwas dickbäuchiger gewordene Schlange weiter, an den Ort, wo vor exakt einem Jahr die 4 Biker vom Grundpächter Dr. Gürtler geklagt wurden. Nun war sie wieder da, die Anspannung, das Kribbeln und die Ungewissheit, was uns am “Tatort” erwarten wird. Mit gehobener Fahne und großen Schrittes ging es weiter bis wir an der sehr gut besuchten Almmesse angelangt sind. Die Frage, ob hier alle nur wegen der Predigt gekommen sind oder sich manche auch auf einen sensationsgeilen Schlagabtausch - in Worten selbstverständlich - freuen sei an dieser Stelle einfach in den Raum gestellt. Doch nichts geschah … nichts Negatives zumindest. Eine außerordentlich freundliche Begrüßung durch den Wirt mit der einzigen Bitte, die Räder außerhalb der Alm stehen zu lassen, weil er sonst aus allen Nähten platzt, sowie 2 Kellner die unsere trockenen Kehlen mit Flüssigem versorgten. Nach netten Gesprächen mit dem Bürgermeister, dem Prius und vielen anderen Besuchern der Almmesse fragten wir uns, wo denn hier eigentlich das Problem mit den Bikern sei? Positiv überrascht über all die emotionalen Worte von Jung und Alt, welche sich auch immer gerne mit unserem Transparent und den Bikes ablichten ließen - ganz im Sinne von “Gemeinsam am Weg” - ließen wir den Tag etwas weiter unten bei der Lilienfelderhütte mit guten Gesprächen sowie Ideen für die nächsten Events ausklingen. Nach so vielen freundlichen und positiven Begegnungen ist es mir ein Rätsel, wie ein einziger Mensch, eine gesamte Region und einen naturverbundenen Sport als “die Wurzel allen Übels” in ein dermaßen schlechtes Licht rücken kann. Oder hat uns Herr Gürtler damit eigentlich einen großen Gefallen getan?
Anmerkung Redaktion: Nicht nur die Trutzaktion am Muckenkogel war für uns und Rene das erste Mal. Für Rene ist auch dieser Artikel das erste Mal gewesen. Hoffentlich lesen wir bald wieder von Ihm. Mehr zur Rene Sendlhofer
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Kommentare
  • Userbild - xtrembiker

    xtrembiker:

    Liebe MTB Freunde. Ich darf Euch berichten, dass sich auch in Leoben, seit der Trutzpartie einiges getan hat. Man hat jetzt einen Weg von der Mugel hinunter in den Klein - Gössgraben über den Trassattel zum befahren freigegeben. Das sind zwar nur ca. 3 km aber der Anfang wäre gemacht.

    Dretnik Horst

    Gefällt mir · Gefällt 0 Personen · Kommentieren · 21.03.2018 / 945 Tage alt

    Unser erstes Mal ! Rubrik Legal Biken, Autor: seweazel