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Rubrik | Legal Biken

Beim Wort „Wegefreiheit“ stellt es Mountainbikern in Österreich die Haare auf. Obwohl der Sport aus seiner pubertierenden Phase zum akzeptierten Volkssport herangereift ist, biken wir in einem landschaftlichen Juwel noch immer illegal. upmove tritt für die Öffnung der Forststraßen und Wanderwege für Mountainbiker ein. Mit dieser Serie wollen wir das Verständnis und die Toleranz aller Waldnutzer erhöhen und euch kompakt Wissenswertes zum Thema „Wegefreiheit“ vermitteln.

Parlaments-Enquete der Grünen: Radfahren auf Forststraßen  Headerbild
10.05.2016 / 465 Tage alt
Eingestellt von: upmove
[Legal Biken]  Nachdem die Grünen im Sportausschuß eine Antrag zur gesetzlichen Freigabe der Forststraßen zum Radfahren eingebracht haben, veranstalteten sie am 9.Mai eine Equete zu Thema.

Gerald Simon, (3.v.l) legal biken Urvorkämpfer
Parlaments-Enquete der Grünen: Radfahren auf Forststraßen  2
Parlaments-Enquete der Grünen: Radfahren auf Forststraßen 2
Böhmerwald
Böhmerwald
Offizielle Strecke (vereinfacht)
Offizielle Strecke (vereinfacht)
Wo wird gefahren?
Wo wird gefahren?

Durch den Abend führten Georg Willi, Tourismussprecher der Grünen, und
Dieter Brosz, Sportsprecher der Grünen.

Am Podium waren geladen:
Dr. Andreas Ermacora, Präsident Österreichischer Alpenverein
DDr. Veronika Grünschachner-Berger, Wildbiologisches Büro
Präsident DI Mag. Johannes Wohlmacher, Österreichischer Forstverein
Dr. Wolfgang Stock, Jurist mit Schwerpunkt Freizeitrecht
Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin Österreich Werbung
Andreas Pfaffenbichler, Präsident Verein upmove

Hier das Eingangsstatement von Andreas Pfaffenbichler:

Ich darf Ihnen heute Abend die Lage der über 800.000 heimischen Radfahrer darstellen, die Regelmäßig auf Forststraßen und Wegen zur Erholungssuche unterwegs sind.

Fast alle sind dabei auch illegal unterwegs, auch wenn vielen das oft gar nicht bewusst ist. In manchen Teilen Österreichs wird das eher toleriert, in weiten Teilen muss man jedoch mit Anhaltungen, Anzeigen und Klagen auf Besitzstörung und Unterlassung rechnen. Dabei sind Streitwerte bis zu 15.000€ üblich. Solch eine Klage wird beispielsweise kommenden Donnerstag wieder im Bezirksgericht in Lilienfeld verhandelt.

Glaubte und hoffte man vor 10, 20 Jahren noch, dieser - aus Sicht der Erholungssuchenden - banale Konflikt würde langsam von selbst verschwinden, so muss man heute ernüchtert feststellen: nein wird er nicht.

Wir diskutieren die Angelegenheit jetzt seit Jahren und hören immer wieder die gleichen Einwände gegen eine Öffnung der Forststraßen und Wege für Radfahrer: dies sein ein unzumutbarer Eingriff ins Eigentum, ein unlösbares Haftungsproblem, Radfahrer beunruhigen Wildtiere zu sehr, verursachen zu große Wegabnützung und zu großes Konfliktpotential mit den Wanderern.

Obwohl an diesen Argumenten bei genauer Analyse kaum etwas übrig bleibt, was auch Auffällt, wenn man mit dem Bergradl über die Grenze in ein Nachbarland fährt. Dort lösen sich diese Argumente in Luft auf.

Lassen sie uns kurz einen Blick auf einige Landkarten machen, die diese Meinungsverschiedenheit aus einer neuen Perspektive beleuchten. Vielleicht hilft uns das auch einer Lösung näher zu kommen.

Besuchen wir den Böhmerwald. Hier befindet sich der Forst, den Herr Wohlmacher betreut, er liegt hier im Dreiländereck zu Deutschland und Tschechien.

Hier ein detaillierterer Ausschnitt (Karte mit allen offiziellen Strecken)
Der Böhmerwald ist ein beliebtes Erholungsgebiet, besonders für das nahe Linz.

Seit einigen Jahren gibt es hier eine offiziell ausgeschilderte Mountainbike-Route.
Abseits dieser Route ist Radfahren – wie in Österreich üblich - streng verboten!

Soweit die Theorie.
Wie schaut aber die Praxis aus?

In dieser Karte ist dargestellt, welche GPS-Tracks ins Internet hochgeladen werden.
So kann man erkennen, welche Straßen und Wege wirklich befahrenen werden.

Offensichtlich wird auch abseits der „Offiziellen Strecken“ gefahren.

Dazu eine wichtige Erkenntnis, aus der sich wichtige Schlussfolgerungen ableiten lassen:

Für Grundeigentümer und Jäger wird sich durch eine Öffnung der Forststraßen und Wege nichts verschlechtern. Gefahren wird ja wie Sie an diesem Beispiel sehen ohnehin auch jetzt schon.

Durch Verbote erreichen wir also keine Lenkung.
Diese Lenkung kann man nur durch ein hochqualitatives, bedarfsgerechtes Angebot erreichen. Lokale Verbote müssen begründet sein und unbedingt durch von Aufklärungsmaßnahmen begleitet werden.

Als Basis dafür ist aber die gesetzliche Änderung zwingend notwendig.
Denn wenn man sich österreichweit umsieht konnten in vielen Gegenden keine vernünftigen Lenkungsmaßnahmen erreicht werden, weil sich immer wieder ein Grundeigentümer oder ein Jäger dagegenstemmt.
Sobald man prinzipiell überall mit der gebotenen Vorsicht und Rücksichtnahme fahren darf, werden die Verhinderter von positiven Lenkungsmaßnahmen ebenfalls erkennen, dass es nur gemeinsam funktionieren wird.

Denn durch ein willkürliches Generalverbot lässt sich heute auch - auch bei drohenden Strafen und Besitzstörungsklagen – auch in Österreich niemand mehr beim Radfahren auf Forststraßen und Wegen abhalten.
Darum plädieren wir für die Erweiterung des Betretungsrechts im Forstgesetz um das Radfahren auf Forststraßen und geeigneten Wegen, natürlich nachrangig gegenüber allen anderen Wegbenutzern und auf eigene Gefahr.
Nur so wird der Weg frei für ein österreichweites hochqualitatives Wegenetz. Dieses wird die gewünschten Lenkungseffekte erzielen und alle Beteiligten zufriedenstellen.


Noch ein großes Dankeschön allen anwesenden upmovern für eure Beiträge!

Als große Überaschung des Abends entpuppte sich die überbrachte Nachricht von Frau Stolba, dass von Seiten des Tourismus kein Bedarf an der Freigabe der Forststraßen herrscht. Klarer Widerspruch kam hier auch vom AV-Chef Andreas Ermacora und weiteren Wortmeldungen aus dem Publikum.

Über einen Antrag der Grünen zur Freigabe der Forststraßen muss nun bis Jänner im Plenum des Parlaments abgestimmt werden. Das wird eine interessante Situation hervorrufen, da der Vorsitzende der Naturfreunde, Andreas Schieder, gleichzeitig SPÖ Klubobmann ist. Bekanntlich ist ja der Regierungspartner ÖVP strikt gegen diese Freigabe der Forststraßen. Aber bis dahin kann sich ja noch viel ändern...

Erwartungsgemäs brachte diese Veranstaltung noch keinen Durchbruch in unserer Sache, doch wir bleiben dran: versprochen!
 Pressetext "GRÜNE"
 Österreich
 Offizielle Strecke
 Heatmap
 Kompasskarte
Parlaments-Enquete der Grünen: Radfahren auf Forststraßen Rubrik , Autor: upmove Aktuell News über Parlaments-Enquete der Grünen: Radfahren auf Forststraßen , , Autor: upmove Du suchst Informationen über Parlaments-Enquete der Grünen: Radfahren auf Forststraßen dann bist Du in der Rubrik des upmove.eu Magazin richtig! Nachdem die Grünen im Sportausschuß eine Antrag zur gesetzlichen Freigabe der Forststraßen zum Radfahren eingebracht haben, veranstalteten sie am 9.Mai eine Equete zu Thema. Legal Biken Magazin: Parlaments-Enquete der Grünen: Radfahren auf Forststraßen
Durch den Abend führten Georg Willi, Tourismussprecher der Grünen, und Dieter Brosz, Sportsprecher der Grünen. Am Podium waren geladen: Dr. Andreas Ermacora, Präsident Österreichischer Alpenverein DDr. Veronika Grünschachner-Berger, Wildbiologisches Büro Präsident DI Mag. Johannes Wohlmacher, Österreichischer Forstverein Dr. Wolfgang Stock, Jurist mit Schwerpunkt Freizeitrecht Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin Österreich Werbung Andreas Pfaffenbichler, Präsident Verein upmove Hier das Eingangsstatement von Andreas Pfaffenbichler: Ich darf Ihnen heute Abend die Lage der über 800.000 heimischen Radfahrer darstellen, die Regelmäßig auf Forststraßen und Wegen zur Erholungssuche unterwegs sind. Fast alle sind dabei auch illegal unterwegs, auch wenn vielen das oft gar nicht bewusst ist. In manchen Teilen Österreichs wird das eher toleriert, in weiten Teilen muss man jedoch mit Anhaltungen, Anzeigen und Klagen auf Besitzstörung und Unterlassung rechnen. Dabei sind Streitwerte bis zu 15.000€ üblich. Solch eine Klage wird beispielsweise kommenden Donnerstag wieder im Bezirksgericht in Lilienfeld verhandelt. Glaubte und hoffte man vor 10, 20 Jahren noch, dieser - aus Sicht der Erholungssuchenden - banale Konflikt würde langsam von selbst verschwinden, so muss man heute ernüchtert feststellen: nein wird er nicht. Wir diskutieren die Angelegenheit jetzt seit Jahren und hören immer wieder die gleichen Einwände gegen eine Öffnung der Forststraßen und Wege für Radfahrer: dies sein ein unzumutbarer Eingriff ins Eigentum, ein unlösbares Haftungsproblem, Radfahrer beunruhigen Wildtiere zu sehr, verursachen zu große Wegabnützung und zu großes Konfliktpotential mit den Wanderern. Obwohl an diesen Argumenten bei genauer Analyse kaum etwas übrig bleibt, was auch Auffällt, wenn man mit dem Bergradl über die Grenze in ein Nachbarland fährt. Dort lösen sich diese Argumente in Luft auf. Lassen sie uns kurz einen Blick auf einige Landkarten machen, die diese Meinungsverschiedenheit aus einer neuen Perspektive beleuchten. Vielleicht hilft uns das auch einer Lösung näher zu kommen. Besuchen wir den Böhmerwald. Hier befindet sich der Forst, den Herr Wohlmacher betreut, er liegt hier im Dreiländereck zu Deutschland und Tschechien. Hier ein detaillierterer Ausschnitt (Karte mit allen offiziellen Strecken) Der Böhmerwald ist ein beliebtes Erholungsgebiet, besonders für das nahe Linz. Seit einigen Jahren gibt es hier eine offiziell ausgeschilderte Mountainbike-Route. Abseits dieser Route ist Radfahren – wie in Österreich üblich - streng verboten! Soweit die Theorie. Wie schaut aber die Praxis aus? In dieser Karte ist dargestellt, welche GPS-Tracks ins Internet hochgeladen werden. So kann man erkennen, welche Straßen und Wege wirklich befahrenen werden. Offensichtlich wird auch abseits der „Offiziellen Strecken“ gefahren. Dazu eine wichtige Erkenntnis, aus der sich wichtige Schlussfolgerungen ableiten lassen: Für Grundeigentümer und Jäger wird sich durch eine Öffnung der Forststraßen und Wege nichts verschlechtern. Gefahren wird ja wie Sie an diesem Beispiel sehen ohnehin auch jetzt schon. Durch Verbote erreichen wir also keine Lenkung. Diese Lenkung kann man nur durch ein hochqualitatives, bedarfsgerechtes Angebot erreichen. Lokale Verbote müssen begründet sein und unbedingt durch von Aufklärungsmaßnahmen begleitet werden. Als Basis dafür ist aber die gesetzliche Änderung zwingend notwendig. Denn wenn man sich österreichweit umsieht konnten in vielen Gegenden keine vernünftigen Lenkungsmaßnahmen erreicht werden, weil sich immer wieder ein Grundeigentümer oder ein Jäger dagegenstemmt. Sobald man prinzipiell überall mit der gebotenen Vorsicht und Rücksichtnahme fahren darf, werden die Verhinderter von positiven Lenkungsmaßnahmen ebenfalls erkennen, dass es nur gemeinsam funktionieren wird. Denn durch ein willkürliches Generalverbot lässt sich heute auch - auch bei drohenden Strafen und Besitzstörungsklagen – auch in Österreich niemand mehr beim Radfahren auf Forststraßen und Wegen abhalten. Darum plädieren wir für die Erweiterung des Betretungsrechts im Forstgesetz um das Radfahren auf Forststraßen und geeigneten Wegen, natürlich nachrangig gegenüber allen anderen Wegbenutzern und auf eigene Gefahr. Nur so wird der Weg frei für ein österreichweites hochqualitatives Wegenetz. Dieses wird die gewünschten Lenkungseffekte erzielen und alle Beteiligten zufriedenstellen. Noch ein großes Dankeschön allen anwesenden upmovern für eure Beiträge! Als große Überaschung des Abends entpuppte sich die überbrachte Nachricht von Frau Stolba, dass von Seiten des Tourismus kein Bedarf an der Freigabe der Forststraßen herrscht. Klarer Widerspruch kam hier auch vom AV-Chef Andreas Ermacora und weiteren Wortmeldungen aus dem Publikum. Über einen Antrag der Grünen zur Freigabe der Forststraßen muss nun bis Jänner im Plenum des Parlaments abgestimmt werden. Das wird eine interessante Situation hervorrufen, da der Vorsitzende der Naturfreunde, Andreas Schieder, gleichzeitig SPÖ Klubobmann ist. Bekanntlich ist ja der Regierungspartner ÖVP strikt gegen diese Freigabe der Forststraßen. Aber bis dahin kann sich ja noch viel ändern... Erwartungsgemäs brachte diese Veranstaltung noch keinen Durchbruch in unserer Sache, doch wir bleiben dran: versprochen!
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